Gold Futures kaufen & handeln: GC Kontraktgröße & Margin

Gold gehört neben Silber und Rohöl zu den beliebtesten Rohstoffen, die an den Finanzmärkten gehandelt werden. Den Anlegern stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung, auf welche Art und Weise sie in die Entwicklung des Goldpreises investieren und von Preissteigerungen profitieren können. Gold fällt in den Bereich der Edelmetalle, zu denen unter anderem auch Silber, Platin und Kupfer gehören. Einen wesentlichen Vorteil sehen zahlreiche Anleger beim Investment in Gold darin, dass es sich um einen inflationsgeschützten Sachwert handelt, der unabhängig von Währungen und somit auch von Unternehmen und Regierungen ist. Wer in Gold investieren möchte, der kann dies beispielsweise in Form eines physischen Investments tun, also Goldbarren oder Goldmünzen kaufen. Viele Anleger favorisieren allerdings ein indirektes Investment, welches beispielsweise über den Weg von Goldaktien, speziellen Fonds oder auch diversen Derivaten möglich ist. Derivate dienen dabei in erster Linie solchen Anlegern, die spekulativ eingestellt sind und möglichst hohen Gewinn erzielen möchten. Im Rahmen dieser abgeleitete Finanzprodukte gibt es beispielsweise Zertifikate, Optionen, CFDs und vor allem Futures, über deren Weg die Kunden in Gold investieren können.

Gold Futures kaufen: einfache Erläuterung für Anfänger

ErfahrungsberichtWer Gold-Futures kaufen möchte, der entscheidet sich damit für ein spekulatives Investment, mit dem sowohl von steigenden als auch von fallenden Goldpreisen profitiert werden kann. In welchem Fall der Anleger einen Gewinn beim Gold-Futures-Handel erzielt, hängt davon ab, ob er sich für den Kauf oder Verkauf von Futures entscheidet. Beim Kauf spekuliert der Anleger natürlich auf steigende Goldpreise, während es bei (Short-)Verkäufen von Futures selbstverständlich so ist, dass bei fallenden Goldpreisen Gewinne erzielt werden. Grundsätzlich wird Gold an zahlreichen Märkten gehandelt, wobei die Londoner Edelmetallbörse sowie die New Yorker Futures-Börse COMEX die weltweit wichtigsten Handelsplätze sind.

An der New Yorker COMEX werden beispielsweise Future-Kontrakte mit dem Basiswert Gold gehandelt. In dem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass ein Kontrakt die Kontraktgröße von 100 Unzen Gold hat. Derzeit haben 100 Unzen Gold einen Gegenwert von etwa 95.000 Euro, umgerechnet demnach etwas weniger als 130.000 US-Dollar. Wer sich dafür entscheidet, GC-Futures zu handeln („GC“ ist die Abkürzung für Gold-Futures), stimmt einer Vereinbarung zwischen dem Verkäufer und sich selbst als Käufer zu. Wichtig zu erwähnen ist, dass alle Futures mit einer bestimmten Laufzeit ausgestattet sind. Dies trifft nicht nur auf den Handel mit Gold-Futures zu, sondern Kunden, die Öl-Futures handeln oder DAX-Futures kaufen möchten, sind ebenfalls an die Laufzeit gebunden. Selbstverständlich ist es jederzeit möglich, im Zuge des E-Futures-Trading die vorhandenen Kontrakte vorzeitig zu verkaufen. Damit dies auch reibungslos funktioniert, sollten Anleger mithilfe eines Online Futures Broker Vergleich einen guten Anbieter finden, der möglichst viele Futures zum Handel anbietet. Der Futures Broker Vergleich kann dabei helfen, mit günstigen Konditionen zu handeln und eine gute Trading-Plattform zu finden, die viele Möglichkeiten bietet.

Gold-Futures handeln: Was sind Kontraktgröße und Margin?

KontoWie bereits kurz zuvor erwähnt, gibt es beim Handel mit Gold-Futures eine bestimmte Kontraktgröße, die an der New Yorker COMEX bei 100 Unzen Gold liegt. Selbstverständlich muss der Käufer eines Futures nicht den gesamten Gegenwert dieser Kontraktgröße, der derzeit bei rund 130.000 US-Dollar liegen würde, tatsächlich bezahlen. Stattdessen hinterlegt er mit dem sogenannten Margin nur einen kleinen Anteil dieses Gegenwertes, der als Sicherheitsleistung dient. Das sogenannte  Initial-Margin bewegt sich derzeit für die genannte Größe bei weniger als 10.000 US-Dollar. Der Anleger müsste also nicht einmal zehn Prozent des tatsächlichen Gegenwertes einzahlen bzw. investieren, sodass auf der anderen Seite von einem Hebel profitiert werden kann, der im Beispielsfall etwa 12:1 beträgt. Würde der Goldpreis also um beispielsweise zwei Prozent steigen, könnte der Kunde aufgrund des Hebels einen überproportional deutlich höheren Gewinn von mindestens 20 Prozent erzielen. Allerdings wirkt sich dieser Hebel natürlich im Falle sinkender Goldpreise genauso negativ auf, da der Anleger in diesem Fall überproportional hohe Verlust erleidet.

Was sollten Anleger beim Gold-Futures handeln beachten?

SteuernUnbedingt zu beachten ist beim Handel mit Gold-Futures, dass sich der Käufer verpflichtet, die Kontraktgröße von 100 Unzen Gold tatsächlich zu erwerben, also sich das Gold liefern zu lassen. Dies trifft allerdings nur unter der Voraussetzung zu, dass der Kunde seinen Futures-Kontrakt auslaufen lässt und diesen nicht vorzeitig verkauft. In aller Regel ist es in der Praxis jedoch so, dass die Future-Kontrakte aufgelöst werden, also vor dem Verfallsdatum verkauft werden. Sollte sich ein Gewinn ergeben haben, wird dieser vom Verkäufer, also der Gegenpartei, an den Anleger gezahlt. Der Verkauf und der Ausgleich des Gegenwertes werden dabei in dem Sinne anonym durchgeführt, als dass sich die zwei Parteien nicht untereinander kennen.

Was Anleger beim Gold-Futures-Handel ebenfalls wissen sollten, ist, dass die Entwicklung des Goldpreises grundsätzlich von Angebot und Nachfrage abhängt. Allerdings hat die Spekulation, insbesondere in Krisenzeiten, mittlerweile ebenso eine erhebliche Auswirkung auf die tatsächlichen Preisänderungen. Darüber hinaus beeinflusst auch das Wertverhältnis zwischen US-Dollar und Euro den Gegenwert des Goldes (in Euro) Gegenwert, da der Goldpreis in US-Dollar notiert wird. Wem das beim Handel mit Gold-Futures einzusetzende Kapital zu hoch ist, der kann sich alternativ auch für CFD-Futures entscheiden. Diese Kontakte können in diversen Varianten gehandelt werden, beispielsweise über die CFD-Broker FXCM, GKFX und IG Markets.

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