Gold ETF – die wichtigsten Hinweise für den Handel


Schon seit Jahrzehnten wird Gold als eine der besten Anlagevarianten gehandelt. Da es sich bei dem Edelmetall um eine relativ wertstabile Investition handelt, ist das Interesse ungebrochen. Anleger können jedoch nicht nur physische Investitionen vornehmen. Mit dem Gold ETF ist es möglich, über Wertpapiere zu investieren.

  • Spekulation auf Gold möglich
  • Keine Lagerungskosten
  • Verschiedene ETFs im Angebot
  • Keine Investition in physisches Gold nötig

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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Die Unterschiede bei den Gold-ETFs

Themenicon StrategieETF ist eine Abkürzung für Exchange Trades Funds. Hierbei handelt es sich um Investmentfonds, die über die Börse gehandelt werden. Durch den Handel über die Börse gelten sie als besonders fair in ihren Kosten, sind günstige Investmentmöglichkeiten und werden auch von Einsteigern gern als Sparplan genutzt. Weniger bekannt sind Gold ETF. Die meisten Menschen investieren in Gold, indem sie Barren oder auch Münzen kaufen und diese lagern. Gold ETF sind jedoch eine gute Alternative. Mit ihnen ist eine Spekulation auf den Goldpreis möglich. Gleichzeitig haben Anleger so nicht das Problem, Barren oder Münzen sicher lagern zu müssen. Unterschieden wird bei Gold ETF zwischen drei verschiedenen Typen:

  1. Physisch gesicherte Gold-ETFs

Bei dieser Form haben Anleger die Möglichkeit, den aktuellen Goldpreis in ihrem Depot nachbilden zu können. Der Emittent des Gold ETF sammelt das Geld der Anleger ein und kauft von diesem physisches Gold in Münzen oder Barren. Die Einlagerung erfolgt durch den Emittent. Wer investiert, bekommt eine Inhaberschuldverschreibung über den ETF. So kann das eigene Portfolio einfach mit Gold abgesichert werden.

  1. Gold ETF mit Bezug auf Gold-Futurekontrakte

Der Index bei diesen Gold ETF wird abgebildet über die Entwicklung, die sich durch Gold Futures zeigt. Die Futurekontrakte legen den Preis für den Kauf sowie den Verkauf von Gold in der Zukunft fest. Diese Form der Gold ETF wird gerne mit Zertifikaten verglichen. Sie sind deutlich spekulativer als die physisch gesicherten Ausführungen. Mit den Gold ETF kann eine Wette auf den Kurs abgeschlossen werden. Der Anleger trägt bei dieser Form der Investition das ganze Emittentenrisiko.

  1. Gold ETF auf Unternehmensaktien im Bereich der Goldbranche

Wer auf der Suche nach echten Gold-ETFs ist, der ist bei dieser Anlageform richtig. Die Gold ETF beziehen sich hier auf eine bestimmte Auswahl an Unternehmen. Diese Unternehmen sind alle im Bereich der Goldbranche tätig. Der Anleger investiert in den Aktienmarkt und nicht in Gold direkt. Die Schwankungen der Märkte können sich also auf den Gold ETF auswirken.

Die Investition in Gold ETF ist eine Alternative zur Investition in physisches Gold. Anleger müssen in diesem Fall das Gold nicht lagern und sind zudem flexibler in ihren Anlagevarianten.

Gold ETF – die wichtigsten Informationen auf einen Blick

Themenicon Stopp-LossGold ist eigentlich immer eine gute Wahl. Wer sich auf die Suche nach einer relativ sicheren Investitionsmöglichkeit macht, der wird früher oder später mit Gold als Kapitalanlage in Berührung kommen. Doch nicht alle Anleger können sich vorstellen, in ihren eigenen vier Wänden einen Tresor voller Goldbarren zu haben oder ein Schließfach in der Bank für das Gold zu mieten.

Als interessante Alternative werden daher Gold ETF angesehen. Die an der Börse gehandelten Investmentfonds werden für Anleger immer mehr zu einer gern genutzten Variante der Investition in Gold. Hier gibt es jedoch einige Dinge zu beachten.

  1. Nachteile im Blick behalten

Wer sich über eine Investitionsmöglichkeit informiert, der sollte nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile im Auge haben. Auch ein Gold ETF kann den einen oder anderen Nachteil mit sich bringen, über den sich Anleger bewusst sein sollten. Die Funktionsweise ist ganz einfach. Wer Geld in einen Gold ETF einzahlt, der investiert auf diese Weise auch in Gold. Durch die verschiedenen Arten an Gold-ETFs kann es aber durchaus sein, dass Anleger sich hier fälschlicherweise für eine Investition entscheiden, die so gar nicht gewollt war. Damit die Gold ETF nicht zum Nachteil werden, sollten Anleger immer in einen ETF mit einer physischen Sicherung investieren.

Der Handel mit Gold ETF erfolgt zudem über ausländische Börsen. Das Problem ist, dass die ETFs hier keine Zulassung haben und somit in Deutschland nicht über deutsche Börsen vertrieben werden können. Dadurch steigen die Transaktionskosten an. Dazu kommt, dass Anleger Gewinne aus dem Gold ETF versteuern müssen. Sie unterliegen der Abgeltungssteuer. Wer dagegen direkt in Goldbarren investiert, der agiert hier nach 12 Monaten steuerfrei in Bezug auf seine Gewinne. Teilweise ist es auch möglich, dass es zu einer Strafbesteuerung kommt. Dann müssen Anleger auch Steuern zahlen, wenn gar keine Gewinne gemacht werden. Hier wird ein fiktiver Gewinn festgelegt. Wer sich aus seinem Gold ETF zudem Gold ausliefern lassen möchte, der muss mit teilweise hohen Aufschlägen rechnen.

  1. Wie kann ich Anteile kaufen?

Themenicon TippsWer sich entschieden hat, in einen Gold ETF zu investieren, der stellt sich nun möglicherweise die Frage, wie das funktioniert. Hier ist gar nicht viel Aufwand notwendig. Der Anleger benötigt ein Wertpapierdepot. Das kann in wenigen Schritten und innerhalb weniger Tage problemlos online eröffnet werden. Das Depot muss einen Zugriff auf die ausländischen Börsen gewährleisten. Über das Depot kann dann in einen Gold ETF investiert werden. Wer gerne etwas risikobereiter ist, der investiert nicht in ETFs mit einer physischen Sicherung. Stattdessen wird einfach zu Gold ETF mit Goldminenaktien gegriffen. Diese unterliegen höheren Schwankungen und können so auch höhere Gewinne einfahren. Aber Vorsicht: Auch das Risiko für Verluste ist hier deutlich höher.

  1. Gold ETF nicht mit Gold ETCs verwechseln

Anleger, die sich auf dem Markt nicht gut auskennen, laufen Gefahr, nicht in einen Gold ETF sondern in einen Gold ETC zu investieren. Bei einem Gold ETC handelt es sich um eine Schuldverschreibung. Ein Gold ETF ist dagegen ein Investmentfonds und damit auch insolvenzfest. Das heißt, bei einem Gold ETC können die Anleger nur schwer nachprüfen, ob die angegebene Menge an Gold vom Emittenten auch wirklich eingelagert wurde. Wenn der Emittent in Insolvenz geht, dann betrifft diese auch die Anleger. Teilweise ist es sogar so, dass physisches Gold bei einem ETC keine Rolle spielt. Wer also darüber nachdenkt, in einen Gold ETC zu investieren, der sollte sich einen Anbieter suchen, der möglichst groß ist und den ETC schon lange betreibt. Eines der Beispiele ist der Xetra Gold ETC. Dieser wird direkt von der Deutschen Börse an die Anleger herausgegeben.

  1. Günstige Kosten für die Anleger

Ein deutlicher Vorteil, der für einen Gold ETF spricht, sind natürlich die Kosten. Generell gelten ETFs als besonders kostengünstig und das ist auch bei Gold ETF der Fall. Die Spanne für den Ankauf und den Verkauf ist besonders gering. Daher eignet sich die Geldanlage durchaus auch für vorsichtige Anleger, die nicht gerne ein Risiko eingehen. Aufgelder werden hier nicht fällig. Der Handel bei Gold ETF erfolgt in der Regel über das Wertpapier mit 12,5 kg Barren. Die Kosten, die für ein Gold ETF oder auch ein ETC fällig werden, setzen sich aus drei Punkten zusammen:

  1. Lagererhaltungskosten
  2. Versicherungsprämien
  3. Managementkosten

Im Durchschnitt bewegen sich die Kosten für die Anleger zwischen 0% und 0,6% pro Jahr. Es wird also deutlich, dass die Investition in Gold ETF nicht mit hohen Kosten verbunden ist. Stattdessen haben Anleger hier eine Investitionsmöglichkeit, die sich durch einen geringen Aufwand und geringe Kosten auszeichnet.

Vor- und Nachteile bei Gold ETF halten sich die Waage. Wer darüber nachdenkt, möglichst ohne einen hohen Kostenaufwand in Gold zu investieren, dieses aber nicht bei sich lagern zu müssen, der ist mit einem Gold ETF gut bedient. Nicht zu unterschätzen sind jedoch die Steuern, die hier abgegeben werden müssen.

Gold ETF – gibt es eine Alternative?

Themenicon kostenEigentlich sind Gold-ETFs bereits die Alternative in Bezug auf die Investition in physisches Gold. Dennoch ist es für Anleger natürlich immer interessant zu wissen, ob möglicherweise noch weiter Alternativen am Markt angeboten werden.

Fakt ist: Die Investition in Edelmetalle ist eine gute Entscheidung. Wer sich ein wenig mit dem Markt beschäftigt, der wird auf die Solit Gold & Silber Fonds stoßen. Hierbei handelt es sich um ein Angebot einer GmbH & Co. KG. Anleger erhalten beim Einkauf von Goldbarren einen Einkaufsvorteil gegenüber dem Kauf bei einem Händler für Edelmetalle. Dieser Vorteil liegt bei gut 15%. Diese Möglichkeit wird daher geboten, weil über die Fonds des Unternehmens Konditionen für einen Großeinkäufer in Anspruch genommen werden können.

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Die Nachfrage für Gold als Investment nimmt zu

Davon profitieren auch die Anleger. Dennoch muss der Anleger keine großen Mengen an Edelmetallen abnehmen. Bereits ab 100 g kann eine Auslieferung beantragt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Anleger auch bei dieser Art der Investition nach 12 Monaten keine Steuern mehr auf die Gewinne zahlen müssen. Zudem sind sie im Besitz des Goldes und zwar in physischer Form und nicht in indirekter Form. Lediglich die Problematik der Lagerung kann hier wieder auftreten.

Eine Alternative zu der Investition in Gold ETF ist der Kauf des Edelmetalls über die Solit Gold Fonds. Hier profitieren Anleger von Großeinkäuferkonditionen und erwerben direkt das physische Gold.

Fazit: Gold ETF kann durchaus eine gute Alternative sein

Fazit:
Gold ist und bleibt eine solide Anlagemöglichkeit für Anleger, die gerne auf Sicherheit setzen. Wer jedoch das Gold nicht bei sich lagern, sondern eigentlich nur gerne Anteile oder Zertifikate hätte, der kann mit einem Gold ETF nicht viel verkehrt machen. Die börsengehandelten Fonds sind günstig in der Investition und bieten Anlegern eine große Auswahl an Optionen für die Investition in Edelmetalle.

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    Bernd Eisel

    Es ist schon komisch – die Diskussionen ob ETF JA oder NEIN reduzieren sich meistens auf die Kostenseite.
    Für mich ist das größte Risiko der Emittent der Inhaberschuldverschreibung.
    Und, dass mehrere Schuldverschreibungen für ein und dieselbe UNZE ausgegeben werden, ist natürlich undenkbar. Siehe COMEX

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