Millionengewinn Dank Apple-Watch

Seit Freitag ist die neue Apple Watch erhältlich – und innerhalb kurzer Zeit war sie ausverkauft. Ersten Schätzungen zufolge wurden bereits mehr als eine Million Stück verkauft!

Technik-Fans haben sich im September gefreut, als Apple seine Apple Watch vorstellte. Um aber ähnliche Verkaufsrekorde wie beim iPhone 4 zu erreichen, musste Apple nicht nur die absoluten Technik-Freaks, sondern auch die Durchschnitts-Kunden erreichen. Diese haben sich bislang wenig für Smartwatch der Konkurrenz interessiert. Doch bei Apple scheint die Rechnung aufgegangen zu sein.

Börsenanalysten des US-Marktforschungsunternehmens Slice Intelligence haben in den vergangenen Tagen die Daten von 9080 Online-Einkäufen in den USA ausgewertet. Die Zahlen wurden dann auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. Demnach hat Apple bereits am Freitag in den USA 957.000 Apple Watches verkauft. Auch in sieben anderen Ländern war Verkaufsstart. Die Millionen-Marke wurde damit innerhalb weniger Stunden geknackt.

Einnahmen für Apple

500 Millionen US-Dollar Dank Apple-Watch

500 Millionen US-Dollar Dank Apple-Watch , Quelle: Apple.com

Jeder Kunden kaufte im Schnitt 1,3 Uhren und zahlte dafür 504 US-Dollar pro Stück. Damit hat Apple bislang etwa 500 Millionen US-Dollar verdient. Da beliebteste Modell ist die Sport-Variante, die in Deutschland ab 399 Euro erhältlich ist. Für diese Variante entschieden sich 62 Prozent der Käufer. Die übrigen kauften eines der beiden teureren Modelle. Außerdem wählten 71 Prozent die größere Variante mit 42 Millimetern Kantenlänge.

Keine Überraschung ist, dass 71 Prozent der Käufer bereits Apple-Kunden waren, denn die Apple Watch funktioniert nur in Kombination mit einem iPhone5 oder einem neueren Modell. Daher kauften einige Kunden auch direkt ein iPhone dazu.

Hierbei handelt es sich noch nicht um offizielle Zahlen. Diese will Apple erst in einigen Monaten veröffentlichen. Apple hält sich bislang noch bedeckt, denn die Smartwatch-Produkte der Konkurrenz liefen weitaus schlechter. So setzten die Hersteller von Uhren mit dem Betriebssystem Android War im gesamten Jahr 2014 gerade einmal 740.000 Smartwatches ab.

Die Kunden in Australien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Japan, Kanada und den USA können die Uhr vor dem Kauf im Apple Store ausprobieren. Ab dem 24. April kann man die Apple Watch auch in ausgewählten Online-Shops kaufen.

Vielfältiger Einsatz

Nun wird auch immer konkreter, wozu man die Apple Watch eigentlich nutzen kann. Der IT-Dienstleister IBM will Gesundheitsdaten über die Geräte aufzeichnen, auswerten und Ärzten, Versicherungen und Unternehmen wie Johnson & Johnson und Medtronic zugänglich machen. Dazu ging IBM eine Partnerschaft mit Apple ein. Beide Unternehmen arbeiten allerdings schon seit einiger Zeit zusammen.

Die neue Firma wird ihren Sitz mit 2.000 Mitarbeitern in Boston haben. Außerdem kaufte IBM die Unternehmen Explorys und Phytel, die ihre Erfahrungen in der Analyse von Gesundheitsdaten einbringen sollen.

Die Apple Watch ermöglicht es den Nutzern, Puls, Bewegungsdaten, Kalorienverbrauch oder den Cholesterinwert aufzuzeichnen. Eine App von IBM übermittelt diese dann an einen Online-Speicher. Darauf können dann Forscher und Unternehmen zugreifen. Der Markt mit Medizindaten ist hart umkämpft. Immer mehr Fitness-Armbändern oder Smartphones zeichnen diese Daten auf, die für Unternehmen und Wissenschaft äußerst wertvoll sind. IBM betonte daher, großen Wert auf die Datensicherheit zu legen.

Außerdem soll Software an Ärzte, Forscher und Versicherungen verkauft werden, damit diese die Daten verarbeiten und auswerten können. Damit sollen angeblich auch steigende Kosten in der Gesundheitsversorgung gebremst werden.

Kleine Schwachstellen

Noch gilt es bei Apple kleinere Schwachstellen und Ungereimtheiten auszumerzen. Einige Kunden kritisieren, dass es zum Teil zu langen Lieferzeiten beim Bestellungen der Apple Watch kommt, denn die Lager sind erst einmal leer. Damit müssen sich einige Kunden noch bis zum Sommer gedulden. Die Apple Watch mit 38-mm-Edelstahlgehäuse ist mit einer Lieferzeit von vier bis sechs Wochen noch recht schnell zu haben. Einzelne Modelle wie die Apple Watch mit 38-mm-Edelstahlgehäuse und modernem Lederarmband in der Farbe Soft Pink sind jedoch erst im Juli wieder erhältlich. Die Luxusvariante mit Goldgehäuse ist sogar erst wieder ab August zu haben.

Außerdem ist die Apple Watch derzeit nur in ausgewählten Stores erhältlich, in Deutschland in Berlin und München. Auch in den USA haben nur 15 Geschäfte die Uhr im Laden. Dies führt dazu, dass die ersten Apple Watches schon zu überteuerten Preisen bei eBay angeboten werden.

Andere setzen sich mit technischen Fragen auseinander. So steht die Frage im Raum, wie eigentlich Softwarefehler und Akkuprobleme erkannt werden. In einer Testversion war ein Diagnose-Port vorhanden, mit dem man Zugriff auf das Betriebssystem bekommt und der bei der Entwicklung helfen sollte. Diese Schnittstelle wurde wohl in durch einen neuen Port ersetzt und abgedeckt. Das könnte auch der Grund sein, warum die aktuelle Version nicht vollständig wasserdicht ist.


Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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