Eigenschaften der Top-Trader

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Von 0 auf 100 zum Millionär

Den Börsenstartern geht es in erster Linie um die Frage, wie man möglichst schnell zum Profi-Trader wird? Aber bevor Gewinne üppig sprudeln, muss der Trader es schaffen, kein Geld zu verlieren. Sie meinen, dass wäre eine Selbstverständlichkeit, dann kennen Sie die Realität nicht.

Die Handelskosten bilden die erste Hürde

Wer nach 100 Trades keine Verluste produziert, der hat bereits einen Vorteil gegenüber der Mehrheit. Börsenanfänger unterschätzen regelmäßig die Handelskosten. Transaktionsgebühren, Spread und Slippage sind für viele Handelssysteme eine zu hohe Hürde. Wer mit seinem System die drei Kostengrößen überwinden kann, der steht dann vor seiner eigenen mentalen Hürde. Sie ist von psychologischer Natur, und nur individuell definierbar. Es äußert sich zum Beispiel in der Neigung das Risiko zu erhöhen, wenn es eine kleine Verlustserie gab. Die meisten Trader wollen Verluste sofort wieder aufholen. Und das mit erhöhter Aggressivität. Ein weiteres Thema ist die mangelnde Disziplin. Viele Trader erarbeiten sich einen Handelsplan, und ziehen ihn nicht konsequent durch. Schon fünf Verlust-Trades hintereinander reichen aus, um auch gute Handelssysteme abschätzig zu beurteilen. Viele Trader missachten, dass auch absolute Spitzensysteme Verlustserien mit mehr als fünf aufeinanderfolgende Verlust-Trades produzieren.

Christian Lukas

Christian Lukas

Christian Lukas beschäftigt sich sein 1998 mit der Börse. Als privater Trader handelt er in erster Linie den DAX- und den Bund-Future. Seine Spezialität ist die Volumen-Analyse. Dabei wird der Kursverlauf mit dem Handelsvolumen in eine Beziehung gesetzt. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Veränderungen in Angebot und Nachfrage des Handelsobjektes. Weitere Infos unter www.volumen-analyse.de.
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Was Top-Trader auszeichnet

Der amerikanische Analyst und Buchautor Jack Schwager verfolgte die Idee, erfolgreiche Trader zu interviewen. Er wollte die Essenz des Top-Tradings erforschen. Die wichtigsten Interviews gibt es in den Büchern „Magier der Märkte“ zu lesen.

Top-Trader haben viele Gemeinsamkeiten. Unabdingbar ist eigenes Handelskonzept, welches allerdings sehr unterschiedlich aufgebaut sein kann. Der ein schwört auf besondere fundamentale Kennzahlen, der nächste arbeitet mit vollautomatischen Trendsystemen, und andere treffen die Handelsentscheidungen aus dem Bauch heraus. Die Vielfalt ist unbegrenzt.

Maßgeschneidertes Trading

Als Börsenstarter sollten Sie zunächst Ihre eigenen Motive durchleuchten. Sie sollten auf keinen Fall später feststellen, dass Trading nicht spannend oder zu anstrengend ist. Es ist völlig egal, wie Sie an den Markt herangehen. Auf jeden Fall sollte Ihr Handelsansatz zu Ihrer Persönlichkeit und zum Alltag passen. Wenn Sie zum Beispiel um 17:00 Uhr von Ihrer Arbeit nach Hause kommen, dann macht schnelles Daytrading mit einer Haltedauer von Minuten oder Stunden keinen Sinn. Es ist nicht so wichtig, welche Methode Sie bevorzugen, seien Sie jedoch nicht so leichtsinnig ohne feste Handelsregeln im Markt zu agieren.

Der Aufbau und die Weiterentwicklung eines Handelssystems ist eine interessante Aufgabe. Seien Sie deshalb nicht faul, und arbeiten Sie es gut aus. Abkürzungen führen nur selten zum Erfolg.

Hinsichtlich Ihres Trading-Ergebnisses sollten Sie realistisch sein. Beginnen Sie nicht zu ehrgeizig, und setzen Sie sich kleine Ziele. Jedes Ziel muss Stück für Stück erreichbar sein. Das erste und kleinste Ziel ist immer, kein Geld zu verlieren.

Es gibt viele Trader, die am Jahresende kleine Gewinne vorweisen können. Wie im Spitzensport gibt es aber nur wenige, die Spitzenleistungen erzeugen können. Jeder kann das Trading-Handwerk lernen. Zu einem Hochleistungs-Trader wird es für die meisten Menschen nicht reichen.

Ohne maßvolles Risiko geht nichts

Ohne Geld- und Risiko-Management werden Sie Ihre Gewinne auf Dauer nicht sichern können. Als ersten Schritt müssen Sie die Risikohöhe definieren. Die meisten Profis riskieren nicht mehr als 1 bis 2 Prozent des Kapitals bei einem Trade. Allein mit dieser Regel tun Sie viel zum Überleben in der Trading-Welt.

Nehmen wir an, Sie führen jeden Tag nur einen einzigen Trade durch. Dabei riskieren Sie ein Prozent Ihres Kapitals. Wenn Sie eine Trefferquote von 60% haben, und der Durchschnittsgewinn zum –verlust gleich hoch ist, dann werden Sie an 20 Handelstagen (ca. ein Monat) 4% Rendite erzielen. Das ist ein großartiges Ergebnis. Vereinfachen wir die Rechnung und nehmen an, dass Sie dann 48% Rendite (4% x 12 Monate) erreichen. Wenn Sie dieses Ergebnis über Jahre dauerhaft erzeugen können, zählen Sie zu den Top-Tradern. Bei einem Ausgangskapital von nur 10000 Euro wären Sie theoretisch in 12 Jahren Millionär. Einen kleinen Haken hat Rechnung schon. Sie stimmt nur, wenn Sie keine Steuern zahlen würden.

Börsenanfänger machen bereits in Ihren Trading-Ergebnissen einen großen Sprung, wenn Sie noch vor dem Handelseinstieg einen Ausstiegskurs festlegen.

Bestimmung von Kurszielen

Bild: Beispiel für die Festlegung von Ziel- und Stoppkursen.

Der Kurs der Aktie befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Sobald der Kurs der Beiersdorf-Aktie die gestrichelte Trendlinie überschreitet, ist ein Long-Einstieg besonders attraktiv. Das Kursziel von 94,50 Euro ist in diesem Beispiel über eine Fibonacci-Relation (138%) festgelegt worden. Der Stoppkurs (74 Euro) ist nah am aktuellen Kurs, weil mit einem Trendlinienbruch neuer bullishes Schwung entstehen müsste.

Risiko erhöhen, wenn es gut läuft

Viele Top-Trader reduzieren den Kapitaleinsatz, wenn Sie in einer Verlustphase sind und erhöhen die Positionen bei Gewinnserien. Das ist ein optimales Vorgehen. Um jedoch auf dieses Trading-Niveau zu kommen, müssen Sie Ihr Handelssystem genau kennen. Und vor allen Dingen die Marktstrukturen studieren, bei der es am besten funktioniert.

Disziplin, Disziplin, Disziplin

Es gibt keinen Top-Trader, der einen Mangel an Disziplin zeigt. Das sollte wie ein Tattoo in Ihrem Hirn stehen. Erfolg ist eine Kombination aus Disziplin, und der Fähigkeit, kluge Entscheidungen zu treffen. Verändern Sie Ihr Handelssystem nicht, wegen irgendwelcher Meinungen oder Ratschläge. Bedenken Sie, dass Verluste zum Trading dazugehören. Traden Sie nur, wenn Sie sich selbstbewusst und sicher fühlen. Machen Sie eine Pause, wenn Sie Ihr eigenes Trading pessimistisch sehen. Sehen Sie das Bedürfnis nach Ratschlägen als Warnsignal an.

Geduld zahlt sich aus

Warten Sie geduldig auf Ihre Chancen. Es ist wie beim Angeln. Sie haben am meisten Erfolg, wenn Sie das richtige Gewässer, den passenden Köder und eine gute Tageszeit auswählen. So ähnlich ist es auch beim Trading. Mit ein wenig Geduld können Sie den Erfolg indirekt erzwingen. Der Begriff „erzwingen“ darf jedoch nicht aggressiv verstanden werden. Erfolg wird beim Trading mathematisch erzwungen und nicht emotional.

Hüten Sie sich davor Verluste übereifrig wieder aufzuholen. Das funktioniert auf langfristig nie, denn die zusätzlichen Emotionen werden Sie eher auf die Verliererstraße bringen. Besser ist es, neue Ideen zu suchen, und das Risiko zu minimieren.

Sorgen Sie sich niemals über entgangene Gewinne. Niemand kann am Tiefpunkt einsteigen und am Hochpunkt aussteigen. Ein Gewinn entsteht in der Regel nur als Teilstück einer Kursbewegung. Es ist möglich den Markt zu schlagen, aber Trading ist nicht alles im Leben. Nehmen Sie sich genügend freie Zeit und erholen Sie sich. Stress ist auf Dauer ungesund.

Rücksetzer nach Kursbewegungen

Trading mit GDL

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