Der Handel mit dem Trend

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Um mit dem Trend zu traden, muss man die Kurswellen erkennen

Einer der besten Tipps, die man jedem Trader geben kann ist:
Studiere die Kursbewegungen, und unterteile sie in „progressiv“ und „regressiv“!

Jeder Trend wird durch progressive Kurswellen dominiert. Grundsätzlich gibt es nur drei Trends, die entweder aufwärts, abwärts oder seitwärts gerichtet sind.

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Bild 1: Vereinfachte Muster für Trends (aufwärts, abwärts, seitwärts). Jede Trendbewegung verläuft im Zick-Zack. Sie enthält immer Gegenbewegungen, die den Trader zweifeln lassen.

Leider ist die Diagnose eines Trends nicht immer einfach. So können zum Beispiel Kurswellen ineinander verschachtelt sein. Es wäre möglich, dass der Trader an den Beginn eines Abwärtstrends glaubt, obwohl es im übergeordneten Bild nur ein kleiner Rückgang im Aufwärtstrend ist.

Zeitrahmen erweitern

Um dieser Trendfalle zu entgehen, hat es sich bewährt, in Abhängigkeit vom Handelssystem, den Trend in einem großen Zeitrahmen zu deuten. Anschließend darf man den Trend weiter in kleinere Einheiten aufteilen. Ist man zum Beispiel ein Swing-Trader mit einer durchschnittlichen Haltezeit je Position von zehn Handelstagen, dann wäre ein Blick auf einen Wochen-Chart zu empfehlen. Harmoniert das Wochenmuster mit dem Tagesmuster darf man über einen Markteinstieg nachdenken.

Progressive und regressive Wellen

Der größte Wunsch eines Traders ist es, einen Trend früh zu erwischen. Leider kündigen sich Trends nicht an, sondern entstehen unerwartet. Man erkennt sie erst, wenn sie bereits laufen. Mit anderen Worten, es ist mehr oder weniger unmöglich, auf den Start eines Trends zu spekulieren. Trends entstehen langsam, und sie unterliegen einem massenpsychologischen Phänomen. Trends sind nicht mit einem Lineal gezeichnet. Sie bestehen immer aus komplexen Kursmustern, die sich in der Summe in einem Trendkanal bewegen.

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Bild 2: Unterteilung in progressive und regressive Kurswellen beim Aufwärtstrend

 

Jeder Trend besteht immer aus zwei Typen von Kurswellen. Die wichtigste ist die progressive Welle. Sie treibt den Markt in eine Richtung an. Eine progressive Welle hat immer dominantes Verhalten. Das Gegenstück dazu ist die „regressive“ Welle. Sie ist passiv, und funktioniert als Gegenreaktion zur progressiven Welle.

Der Ausbruch

Der früheste Zeitpunkt eines Aufwärtstrends beginnt immer mit einer Ausbruchsbewegung über ein markantes Hoch. Das ist die Ursache dafür, weshalb es sehr viele Trader gibt, die sich auf einen Ausbruchshandel spezialisiert haben. Wer nun glaubt, dass dieses Handelsprinzip sehr einfach ist, der muss sich auf Enttäuschungen vorbereiten.
Tatsache ist: Die Mehrzahl der Ausbruchsversuche scheitert! Erfolgreiche Trend-Trader haben über einen längeren Zeitraum immer viele kleine Handelsverluste. Diese kleinen Verluste werden dann mit wenigen großen Handelsgewinnen mehr als ausgeglichen. Und zwar genau dann, wenn ein Trend startete, und der Trader diesen konsequent folgte.

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Bild 3: Der Startpunkt eines Trends ist immer der Ausbruch zu neuen Kurshöhen.

Was mental anstrengend ist, führt langfristig zum Erfolg

Nicht wenige Ausbruchs-Trader scheitern an den mentalen Voraussetzungen. Der „Horror“ eines Ausbruchs-Traders ist ein lang-andauernder Seitwärtsmarkt, den der Trader für eine Regressionsbewegung eines Aufwärtstrends hält. So würden sehr viele Fehlsignale entstehen, und den Trader nervlich zermürben.

Erfolgreiche Trader wissen, wenn ein System sich zu gut anfühlt, und sehr einfach in der Umsetzung ist, dann wird es Verluste produzieren. Sonst würde ja jeder damit erfolgreich sein. Und wie wir wissen, verliert die Masse immer.

Mit Wahrscheinlichkeiten handeln

Wenn der Trader grundsätzlich nur in Richtung der progressiven Wellen handelt, dann bringt er die Börsenmathematik auf seine Seite. Eine progressive Welle hat den Vorteil, dass sie länger anhält, und einen falschen Einstiegszeitpunkt eher ausgleicht.

Jeder Trend setzt sich aus einer Phase von progressiven Trendschüben und regressiven Korrekturen zusammen. Das Wesen des Trendhandels ist deshalb  immer langfristiger Natur. Der Begriff „langfristig“ ist hierbei eine relative Größe. Wenn ein Trader auf Basis eines 5-Minuten-Charts handelt, dann wäre eine langfristige Halteposition, wenn sie über Stunden gehalten wird. Arbeitet ein Trader auf Tagesbasis, dann darf man den Begriff „langfristig“ ab einem Zeitraum von 30 Tagen sehen.

Eine langfristige Halteposition bedeutet, auf große Gewinne zu spekulieren. Allerdings steht ein hohes Gewinnpotenzial in enger Beziehung zu weiten Stopp-Kursen. Dieses Risiko ist unvermeidbar, um im Trendhandel erfolgreich zu sein.

 

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