DEGIRO Abgeltungssteuer: Wer zahlt wie viel, wovon, wohin?

degiro_200x50Auch wenn es sich um einen niederländischen Broker handelt, muss grundsätzlich eine DEGIRO Abgeltungssteuer in Deutschland geleistet werden. Natürlich gibt es auch für diese Steuer Ausnahmeregelungen. DEGIRO muss auch noch in anderen Nationen Abgaben leisten, die sowohl das Unternehmen, als auch den Gewinn des Traders betreffen. Wer, wann, wofür Steuern zahlen muss und wie DEGIRO mit dem deutschen Steuerrecht umgeht, wird in dem folgenden Ratgeber näher beschrieben.

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Die Fakten zur DEGIRO Abgeltungssteuer:

  • DEGIRO führt keine Abgeltungssteuer ab
  • Der Trader muss die Abgeltungssteuer eigenverantwortlich in der Steuererklärung angeben
  • Es kann ein Freistellungsauftrag angegeben werden
  • Bei DEGIRO können auch noch Transaktionssteuern und Quellensteuern auf den Trader zukommen
  • Die Abgeltungssteuer beläuft sich auf 25 Prozent des erwirtschafteten Kapitalertrags
  • Zusätzlich müssen auch noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer abgegeben werden
  • Auch diese Gewinne unterliegen dem Sparerfreibetrag von 801 Euro pro Person

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1. Welche Steuern können den Trader erwarten?

Themenicon SupportAuch in der Welt des Handels ist man nicht davor gefeit Steuern zahlen zu müssen. Überall wo ein Geschäft entsteht und Gelder hin und her fließen, möchte der Staat gerne mit verdienen. Dabei ist es auch egal, ob es sich um den Deutschen, Italienischen oder Französischen Staat handelt. In dieser Hinsicht sind sich die Regierungen einig. Da man sich beim Handel zumeist auf internationalem Parkett bewegt, ist es allerdings auch möglich, dass man für ein Handelsgeschäft in verschiedenen Staaten Steuern zahlen muss.

So ist es zum Beispiel beim Handel mit Aktien. Die Stamp Duty ist bereits seit Jahren bekannt und wird in Irland und Großbritannien erhoben. Neuer ist dieses Vorgehen hingegen in Frankreich und Italien. Dort muss für jede Aktie eine Finanztransaktionssteuer geleistet werden. Allerdings entfällt diese Steuer in Frankreich sofern der An- und Verkauf der Aktien am selben Tag stattfindet. Dies wird dann als intraday bezeichnet.

DEGIRO Abgeltungssteuer und andere Steuern

Bei DEGIRO gibt es mehr als eine Steuer zu berücksichtigen

Die Stamp Duty wird auf den Wert der Kauforder erhoben und hängt daher vom Trader ab. In Großbritannien muss eine Stamp Duty von 0,5 Prozent gezahlt werden und in Irland 1 Prozent. Die Transaktionssteuern sind hingegen von der Marktkapitalisierung der Unternehmen abhängig. In Frankreich wird für Aktien auf Unternehmen, die mit 1 Milliarde Euro am Markt kapitalisiert sind eine Steuer verlangt, während italienische Unternehmen mit nur 500 Millionen Euro am Markt kapitalisiert sein dürfen.

Am Dividendenmarkt sieht es hingegen so aus, dass eine Quellsteuer verlangt wird. Die Höhe dieser Steuer ist vom jeweiligen Quellland abhängig. Die Erträge werden allerdings nicht nur einmal im Quellland versteuert, sondern auch ein zweites Mal in Deutschland. Hier wird nämlich auch auf ausländische Kapitaleinkünfte die Abgeltungssteuer fällig. Dabei gibt es allerdings auch mit einigen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen. So werden die Steuersätze nicht in vollem Umfang fällig.

Die Quellensteuer wird direkt von DEGIRO an den zuständigen Fiskus abgeführt. Besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen muss sich der Trader eigenverantwortlich um die Rückerstattung bemühen. Daher ist es empfehlenswert sich frühzeitig einen Steuerberater zu suchen, der sich auch in diesem Metier auskennt. Grundsätzlich handelt es sich bei den aufgeführten Steuern um allgemeingültige Regeln, die durch Sonderfälle außer Kraft gesetzt werden können. Wie es sich nun genau mit der DEGIRO Abgeltungssteuer verhält, soll das nachfolgende Kapitel klären.

DEGIRO muss sich, wie andere Broker auch, an die Steuergesetze verschiedener Länder halten. So werden Stamp Duty, Transaktionssteuern, aber auch Quellsteuern fällig, die teilweise direkt abgeführt werden. Sonderfälle müssen daher immer mit einem Steuerberater nachträglich geltend gemacht werden.
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2. Was ist eine Abgeltungssteuer?

Die Abgeltungssteuer wurde vor 2009 als Kapitalertragssteuer bezeichnet. Die Abgeltungssteuer muss auf Kapitalerträge geleistet werden, die aus Dividenden, Zinsen und Kursgewinnen entstehen. Die Höhe der Abgeltungssteuer beläuft sich auf 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Dabei werden Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer auf den Steuerbetrag gerechnet, sodass am Ende eine Steuerlast von circa 26,38 Prozent besteht.

Die Abgeltungssteuer gilt aber erst ab einem jährlichen Kapitalertrag von über 801 Euro pro Person. Das bedeutet für die meisten Privatpersonen, dass sie erst gar keine Abgeltungssteuer leisten müssen. Denn die Steuer bezieht sich nicht auf das eingesetzte Kapital, sondern nur auf das Kapital, welches am Ende als reiner Gewinn verbucht werden kann. Verluste können gegengerechnet werden.

Die Abgeltungssteuer gilt für alle Gewinne aus Kapitalerträgen, die eine Summe von 801 Euro pro Jahr überschreiten. Die Abgeltungssteuer beläuft sich auf 25 Prozent, hinzu kommen aber auch noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Dadurch ergibt sich eine Gesamtversteuerung von 26,38 Prozent.

3. Wie handhabt DEGIRO die Abgeltungssteuer?

Themenicon TippsBei DEGIRO handelt es sich um einen niederländischen Broker. Er wird über die niederländische Aufsichtsbehörde reguliert. Daher besteht für das Unternehmen keine Verpflichtung die DEGIRO Abgeltungssteuer direkt an das Finanzamt abzutreten. Dies muss eigenverantwortlich von den Tradern vorgenommen werden. Immerhin weist der Broker auf seiner Homepage noch auf die Abgeltungssteuer hin.

Zudem stellt der Broker am Ende des Kalenderjahres einen Jahressteuerbericht bereit. Hier werden auch die abgeführten Quellsteuern aufgeführt, die wiederum mit der Abgeltungssteuer verrechnet werden können. Um keine unnötigen Fehler zu machen sollte hier ein Steuerberater zu Rate gezogen werden. Die DEGIRO Abgeltungssteuer kann je nach Quellland auf 15 Prozent reduziert werden.

Die DEGIRO Abgeltungssteuer wird nicht durch den Broker an das Finanzamt ausgezahlt. Dazu ist der Broker nicht verpflichtet, da er seine Niederlassung in den Niederlanden hat. Daher müssen die Trader mit Hilfe des Jahressteuerberichts von DEGIRO eine eigene Steuererklärung abgeben.

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4. Der DEGIRO Verbraucher-Check!

Welche Orderarten werden bei DEGIRO angeboten?

Je nach Produkt können bei DEGIRO sechs verschiedene Orderarten gehandelt werden. Dabei handelt es sich um tagesgültige Orders, unbefristete Orders, Limit hit Orders, Limit Orders, Join Orders und Market Orders. Auch wenn kein DEGIRO Demokonto angeboten wird, können die einzelnen Orderarten zunächst auf dem Live-Konto ohne Mindesteinzahlung risikolos erkundet werden.

DEGIRO Produkte und Orderarten

DEGIRO hat ein breites Handelsangebot vorzuweisen

Welche Produkte werden bei DEGIRO angeboten?

Bei DEGIRO können neun verschiedene Handelsprodukte genutzt werden. Dazu zählen Aktien, nicht notierte Investmentfonds, DEGIRO CFDs, Futures, Optionsscheine, DEGIRO ETFs, Anleihen, Optionen oder Rights. Die meisten dieser Produkte können auch mit allen sechs Orderarten gehandelt werden. Ausgenommen sind die nicht notierten Investmentfonds und die Optionsscheine.

Welche Länder sind beim DEGIRO Aktienhandel vertreten?

Bei DEGIRO ist der Aktienhandel mit Nationen aller Kontinente möglich. Das Unternehmen bietet Aktien aus Europa, Asien & Ozeanien, Nordamerika, Afrika und Südamerika an. Einige der Aktien sind zwar noch Zukunftsmusik, aber sprechen für die globale Vernetzung des Brokers.

Welche DEGIRO Kosten können noch auf die Trader zukommen?

Themenicon kostenDie Höhe der DEGIRO Kosten ist von der Wahl der Produkte abhängig und von der Wahl den Ländern. Neben den erwähnten Transaktionssteuern können auch Transaktionsgebühren auf den Trader zukommen, sowie Service-Gebühren, Spreads, Rollover-Gebühren oder sonstiges.

Werden die Einlagen bei DEGIRO gesichert?

Bei dem Broker findet nicht nur eine einfache DEGIRO Einlagensicherung statt, sondern gleich eine doppelte. So sichert das Unternehmen die Einlagen der Kunden zunächst mit 20.000 Euro pro Kunde ab, wie es gesetzlich gefordert wird. Zudem überweist das Unternehmen das Kapital der Kunden an einen Drittanbieter. Hier wird das Kapital zusätzlich gesichert.

5. Die Angebote von DEGIRO

Die DEGIRO Abgeltungssteuer Erfahrungen sind durchweg als normal anzusehen. Die Abgeltungssteuer muss auf Gewinne geleistet werden, die aus dem Handel mit verschiedensten Handelsprodukten des Brokers entstehen. DEGIRO Erfahrungen können dabei mit Aktien, CFDs, ETFs, Optionsscheinen und vielem mehr gesammelt werden. Hinzu kommt das Mobile Trading Angebot von DEGIRO, welches auch den Handel von unterwegs zulässt. Dabei können die DEGIRO Meinungen gerade bei der Bewertung von DEGIRO ETF Kosten oder ähnlichem stark divergieren. Wie der Broker in der Gesamtwertung abschneidet findet sich im Broker-Vergleich von Brokervergleich.net.

Die WebApp von DEGIRO

Bei DEGIRO kann auch mit der Web App gehandelt werden

6. Fazit: Eigenverantwortung der Trader ist erforderlich

Themenicon KontaktÄhnlich wie bei anderen Brokern auch, müssen Trader ihre DEGIRO Abgeltungssteuer selber abführen. Allerdings bietet DEGIRO einen Jahressteuerbericht an, welcher gerade in Bezug auf Transaktions- und Quellensteuer von hohem Nutzen sein kann. Diese Steuern werden vom Broker selber abgeführt und können später an die Abgeltungssteuer angerechnet werden. Hier sollte man sich allerdings Hilfe von einem Fachmann holen. Von der Abgeltungssteuer kann man bis zu einem Betrag von 801 Euro freigestellt werden. Möchten Sie auch gerne zusätzliches Geld mit ihrem Kapital verdienen? Dann eröffnen Sie noch heute ein Handelskonto bei DEGIRO und nutzen Sie eine der zahlreichen Handelsoptionen!

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