Das beste Handelssystem der Welt

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Forschungen mit automatischen Handelssystemen

Die Herausgeber des „Futures Truth Magazine“ sind Experten für mechanische Handelssysteme. Sie bieten Entwicklern die Möglichkeit, ihre Handelssysteme auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Die besten Handelssysteme werden dann mit Hilfe von Managed Accounts der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Die wichtigste Voraussetzung ist demnach, dass das zu prüfende Handelssystem programmierbar sein muss. Diskretionäre Trading-Künstler, die Marktsituationen blitzschnell erfassen können, sind damit ausgeschlossen. Futures Truth prüft die Systeme nicht nur, sie lässt sie auch im Wettbewerb gegeneinander antreten.

Unterschiedliche Bedürfnisse können nicht berücksichtigt werden

Die Bewertung eines Handelssystems ist jedoch nicht ganz einfach. Einige wichtige Bewertungskriterien stehen sich unvereinbar gegenüber. So steht im Allgemeinen erhöhtes Risiko mit einer höheren Rendite im direkten Zusammenhang. Gleichzeitig sind die Bedürfnisse der Trader individuell verschieden. Wer Sicherheit sucht, der verzichtet bewusst auf maximale Rendite. Die höchsten Trading-Gewinne oder die höchste Sicherheit können daher nicht Alleinkriterium für eine Bewertung sein. Es müssen mehrere Kennzahlen herangezogen werden.

Harter Wettbewerb der Systeme

Futures Truth ging bei einer internen Auswertung der Handelssysteme einen Schritt weiter. Man wollte nicht nur Kennzahlen miteinander vergleichen, sondern auch den Aufbau des Systems verstehen. Ziel war es, die besten Systemmuster herauszufiltern. Die besten Handelssysteme ließen sich grob in fünf Kategorien unterteilen:

  1. Donchian-Channel
  2. Überkreuzung gleitender Durchschnitte
  3. Kurzfristige Volatilität auf Basis eines „Opening Range Breakout“
  4. S&P-Daytrading-Systeme
  5. Systeme auf Basis vom Kursmustern

 

Donchian-Channel

Der Spitzenreiter unter den Systemansätzen war der Donchian-Channel. Drei der zehn besten Handelssysteme beruhten auf diesem Prinzip. Den Donchian-Channel kann man unter der Rubrik „langfristiges Trendfolgesystem“ einordnen. Es funktioniert sowohl bei Aufwärts- als auch bei Abwärtstrends, und ist bis zum heutigen Tage eines der am häufigsten eingesetzten Handelsansätze.

Das Funktionsprinzip:

Der Ideengeber hieß Richard Donchian. Seine Regel sieht vor: Eine Long-Position wird eröffnet, wenn der aktuelle Kurs den Höchstkurs der letzten 4 Wochen überschreitet. Sollte eine Short-Position bestehen, wird diese gleichzeitig geschlossen. Eine Short-Position wird aufgebaut, wenn der Kurs unter den Tiefstkurs der letzten 4 Wochen fällt.

Richard Donchian bezeichnete seinen Handelsansatz als klassisches Umkehrsystem. Eine Long-Position wird geschlossen, wenn ein Short-Signal entsteht – und eine Short-Position wird geschlossen, wenn ein Long-Signal ansteht. Die 4-Wochen-Zeiteinstellung sollte man allerdings am gewählten Markt anpassen. Donchian war besonders in den trendigen Rohstoffmärkten aktiv, so dass damals 20 Handelstage (circa 4 Wochen) als gute Einstellung dienten.

Donchian-Channel

Bild: Tages-Chart des DAX mit dem 30-Tage-Donchian-Channel nach Futures Truth. Mögliche Einstiegspunkte sind mit einem grünen Dreieck (long) oder mit einem roten Dreieck (short) gekennzeichnet. Die mittlere Linie (halber Kanal) dient als Trailing-Stop.

Leichte Modifizierung durch Futures Truth

Das Donchian-System funktioniert, weil es bei Stärke Kaufsignale und bei Schwäche Verkaufssignale vorgibt. Donchian wählte eine 20-Tage-Einstellung für Rohstoffmärkte. Futures Truth analysierte das System jedoch auf viele verschiedene Märkte. Abweichend von Donchian empfiehlt Futures Truth deshalb eine Einstellung von 30 Tagen.

Die Einstiegsregeln: Baue eine Long-Position auf, wenn das heutige Hoch über dem höchsten Hoch der letzten 30 Tage liegt. Gehe eine Short-Position ein, wenn das heutige Tief unter dem tiefsten Tief der letzten 30 Tage liegt.

Bei Futures Truth ist das Donchian-System kein Umkehrsystem. Insgesamt handelt das System nicht oft, aber es ist bei jedem ausgedehnten Trend investiert.

Die Ausstiegsregeln:

Futures Truth empfiehlt eine Kombination aus mehreren Ausstiegsmöglichkeiten. Nach der Positions-Eröffnung muss ein schützender Stop-Loss gewählt werden, der nicht als genereller Ausstiegspunkt dient, sondern eher eine Art Versicherung gegen Kapitalverlust ist. Deshalb muss der Stop-Loss weiter entfernt liegen, damit der Markt Spielraum hat. Der Stop-Loss soll nur in einem Extremfall ausgelöst werden. Bewegt sich der Markt in die gewünschte Richtung setzt Futures Truth einen Trailing-Stop ein. Er beginnt in der Mitte des Donchian-Channels, also zwischen der oberen und unteren Linie. Sollte sich der Markt in die gewünschte Richtung bewegen, passt sich der Stopp an.
Trailing-Stops funktionieren in Trendmärkten besser als Kursziele, da sie dem Markt mehr Spielraum zur Entwicklung einräumen. Ein langer Trend endet meist nicht abrupt, sondern wechselt häufiger zwischen Kursfortschritt und –rückgang. Dadurch kann sich der Trailing-Stop weiter verschieben, und den Ausstiegspunkt optimieren.

Futures Truth zeigt sich beim Ausstieg aus einer Position auch ungeduldig. Es wird eine Zeitkomponente hinzugefügt. Alle fünf Tage wird der Markt kontrolliert, und der Trailing-Stop angepasst. Hierzu wird eine einfache Mathematik verwendet. Wenn der Donchian-Channel eine 30 Tage-Einstellung hat, dann wird der Trailing-Stop um zwei Tage verkürzt. Im Fall einer Long-Position bedeutet dies, dass nun der Stop-Loss auf Basis eines 28-Donchian-Channels beruht. Wenn wieder fünf Tage vergangen sind, verkürzt sich der Stop-Loss auf Basis eines 26-Tage-Channels, und immer so weiter, bis die Position aufgelöst wird.

Deshalb funktioniert der Donchian-Channel

Das Donchian-System funktioniert mit den psychologischen Rahmenbedingungen der Börsen. Erwischt man einen guten Trend, dann verlängert sich die Marktbewegung erheblich. Sie läuft aufgrund der Massenpsychologie bis zur Schmerzgrenze. Die Marktbewegung wird länger als es die Marktbeobachter glauben. Donchian-Systeme sind profitabel, weil mit wenigen Trades sehr große Gewinne verbucht werden. In der Trading-Praxis muss man jedoch hinnehmen, dass die Summe aller Trades eine niedrige Trefferquote verzeichnet. Besonders in volatilen Seitwärtsmärkten gibt es unangenehme Verluste. Wer diese emotionale Phasen selbstsicher bewältigen kann, wird danach reich belohnt.

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