Commerzbank gibt auf

Commerzbank - Online Orders schon ab 9,90 €Die Commerzbank gilt als das zweitgrößte Kreditinstitut im Lande. Bereits 2012 kündigte die Bank eine Neuausrichtung an. Die neue Unternehmensstrategie sollte mehr als 5000 Stellen abbauen und auch die TOP-Manager sind davon betroffen. Eine ähnliche Neuausrichtung ist auch bei anderen Banken zu erkennen. Die Hypo-Vereinsbank schloss im Jahre 2015 zahlreiche Filialen. Generell betrifft die Umstrukturierung die komplette Abteilung der „Cash-Group“. Der Verbund besteht aus der Commerzbank, Dresdner Bank, Hypo Vereinsbank und auch der Deutschen Bank. Lediglich bei der Deutschen Bank sind derartige Maßnahmen noch nicht erkennbar. Im Zuge der Neuorientierung, wurde dem ehemaligem Vorstandsmitglied Ulrich Sieber eine Vertragsauflösung im Jahr 2013 angeboten. Der TOP-Manager der Commerzbank setzte sich erfolgreich zur Wehr.

Zähes Ringen um die Erfüllung des Vertrages

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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Eine Kündigung bzw. Vertragsauflösung benötigt einen triftigen Grund, um erfolgreich durchgeführt zu werden. Sieber zieht vor das Gericht und ist erfolgreich. Nach mehr als 2 Jahren gibt der Vorstand der Commerzbank nach und erkennt die Vertragserfüllung von Sieber bis 2017 an. Auch die Gerichte waren der Meinung, dass eine Umstrukturierung einer Bank noch lang kein Grund dafür ist, einem Mitglied der Führungsriege zu kündigen. Der ehemalige Personalchef Sieber, kann nun bis Mai 2017 mit einem Gehalt bis zu 2,7 Millionen Euro rechnen. Die Commerzbank lenkt ein und lässt sich auf einen Vergleich ein. Eine genauere Stellungsnahme seitens der Bank und Siebers Anwalt, gab es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Sieber hat sich nichts vorzuwerfen. Er musste aus dem einfachen Grund gehen, weil sein Posten im Rahmen der Neuorientierung nicht mehr vorgesehen war.

Harter Kampf

Foto: Commerzbank AG

Die Commerzbank umgeht eine jahrelange Klagewelle , Foto: Commerzbank AG

Protest und Kritik kam bisher hauptsächlich vom Bund. Als größter Aktionär war der deutsche Staat gegen die Erfüllung der vertraglich zugesicherten Gehaltszahlungen. Insider berichten nun vom Einlenken des Bundes. Siebers Kollege im Vorstand, Jochen Klösges, dessen Posten ebenfalls in Frage gestellt wurde, warf vorzeitig das Handtuch nachdem er eine Führungsposition in der namhaften Hamburger Reederei Rickmers angenommen hatte. Die Commerzbank kann sich glücklich schätzen. Damit umgeht sie eine weitere jahrelange Klagewelle. Eine Frage bleibt allerdings offen. Unter welchen Bedingungen eine Aktiengesellschaft ihren Vorstand abberufen kann. Diese höchst wichtige Frage hätte der Bundesgerichtshof in einem Urteil abklären können. Die Commerzbank kündigte jüngst diesen Schritt an. Mit der außergerichtlichen Einigung und dem angehenden Vergleich, bleibt diese Angelegenheit weiter offen. Eigentlich schade, die Commerzbank ist schließlich nicht die erste Aktiengesellschaft mit derart drastischen Schritten.CTA_Commerzbank

Aktienverlauf der Commerzbank

Insider sehen das Kursziel der Aktie bei 9,50 Euro. Damit dürfte die Talfahrt weiter gehen. Trotz der günstigen Bewertung der Aktie, sind die Anleger gut damit beraten, sich von den Anteilen der zum Teil verstaatlichten Papiere zu trennen. Der Wirbel um den ehemaligen Personalchef Sieber und die Ungereimtheiten in der Art und Weise der Vertragsauflösung, werfen kein besonders gutes Bild auf die Aktiengesellschaft. Aufgrund des dauerhaft niedrigen Zinsniveaus und dem schlecht gehenden Kerngeschäft, sind Anleger derzeit mit keinen Aktien von Kreditinstituten gut beraten. Am Mittwoch stürzte die Aktie auf den niedrigsten Stand der letzten 4 Wochen. Sollten Branchenkenner richtig liegen, ist ein Wert von unter 10 Euro realistisch zu betrachten. Für den Moment : Finger weg von der Aktie der Commerzbank.Commerzbank - Online Orders schon ab 9,90 €

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