Binäre Optionen handeln lernen – Tipps für Einsteiger

© Artur Marciniec - Fotolia.com

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Auch wenn es sich bei Binären Optionen noch um eine relativ neue Investmentmöglichkeit handelt, haben sie insbesondere in den letzten zwei Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. Dies erklärt auch, weshalb es vielerorts im Web mehr oder weniger zuverlässige Tipps zum Binäre Optionen Handeln lernen für Einsteiger gibt (das könnte Sie auch Interessieren: Zwei Binäre Optionen Strategien). Mittlerweile bieten etliche Broker den Handel mit Binären Optionen an, so dass man als Trader nicht mehr einzig auf ein oder zwei Anbieter festgelegt ist. Allen Brokern gemein ist, dass sie beim Handel mit Binären Optionen als Market Maker fungieren.
Jede Option, die bei einem Anbieter erworben wird, kann nur bei ihm wieder veräußert oder eingelöst werden. Wenn der Broker Konkurs anmeldet, ist die Option vollkommen wertlos und das eingesetzte Geld verloren. Daher sollte jeder, der Interesse an Binären Optionen hat, seinen Broker mit Bedacht wählen. Manchmal zahlt es sich aus, einen Broker zu nehmen, der möglicherweise nicht die besten Konditionen hat, dafür aber von einer unabhängigen Börsenaufsicht kontrolliert wird. Dies schafft Sicherheit und reduziert die Gefahr, dass der Broker Konkurs anmeldet, da gewöhnlich bestimmte Mindestanforderungen von den unabhängigen Börsenaufsichten gestellt werden. Auch dies gehört zu den Tipps und Tricks, mit denen Neueinsteiger das richtige Vorgehen lernen können.

Die 5 verschiedenen Optionsarten

Bei Binären Optionen handelt es sich um exotische Finanzderivate, die an konventionelle Optionen angelehnt sind. Der Grund, weswegen Binäre Optionen insbesondere beim Privatanleger große Beliebtheit gewonnen haben, ist die Einfachheit ihres Konzeptes: Es können bei jedem Trade nur zwei mögliche Szenarien eintreten, die klar definierte Ergebnisse hervorrufen. Als Basiswerte dienen neben Indizes, Aktien und Währungspaaren auch Rohstoffe und Anleihen.
Grundsätzlich kann zwischen fünf verschiedenen Optionsarten unterschieden werden:

  1. Knock-In-Call: Der Kurs des Basiswertes muss auf oder über der Schwelle notieren, zu der gekauft wurde. (Ein Gewinn wird bei einem steigenden Markt erzielt.)
  2. Knock-In-Put: Der Kurs des Basiswertes muss auf oder unter der Schwelle notieren, zu der gekauft wurde. (Ein Gewinn wird bei einem fallenden Markt erzielt.)
  3. Knock-Out-Call: Der Kurs des Basiswertes darf eine definierte Schwelle in einem bestimmten Zeitraum weder berühren noch unterschreiten. (Ein Gewinn wird bei einem Seitwärts-Markt oder steigenden Markt erzielt.)
  4. Knock-Out-Put: Der Kurs des Basiswertes darf eine definierte Schwelle in einem bestimmten Zeitraum weder berühren noch überschreiten. (Ein Gewinn wird bei Seitwärts-Märkten oder fallenden Markt erzielt.)
  5. Knock-Out-Range: Der Kurs des Basiswertes darf eine definierte Schwelle in einem bestimmten Zeitraum weder berühren noch unter- oder überschreiten. (Ein Gewinn wird bei einem Seitwärts-Markt erzielt.)

Sind die Kursbewegungen an den Märkten zufällig oder nicht?

Prinzipiell erscheint der Handel mit binären Optionen relativ simpel. Im einfachsten Fall spekuliert der Trader darauf, dass beispielsweise der DAX in einer Stunde höher stehen wird als im Augenblick des Einsatzes. Ist seine Prognose zutreffend, erhält er sein eingesetztes Kapital zuzüglich einer prozentualen Summe zurück, die seinen Gewinn darstellt. Ist seine Prognose falsch, verliert er sein eingesetztes Kapital komplett. Der Trader muss nur in der Lage sein, zutreffende Prognosen zu erstellen, um zu den Gewinnern zu gehören. Was sich so einfach anhört, ist in der Realität leider äußerst schwierig. In diesem Punkt scheint das Binäre Optionen Handeln lernen sehr einfach definiert zu sein.

Im Jahr 1970 publizierte der Wirtschaftstheoretiker Eugene Fama die Theorie der effizienten Märkte. In Kurzform besagt diese, dass alle Märkte so effizient sind, dass zu jedem Zeitpunkt alle Informationen in den Kursen eingepreist sind. Aus dieser Theorie folgt, dass kein Marktteilnehmer über einen langen Zeitraum in der Lage sein kann, durch irgendeine Art von Analyseverfahren dauerhaft überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. Galt die Theorie lange Zeit als Novum und wurde von fast allen Wirtschaftstheoretikern vehement vertreten, ist sie mittlerweile nicht mehr zeitgemäß, da sie durch mathematische Untersuchungen widerlegt wurde.

Fakt ist: Märkte bewegen sich nicht zufällig. Es gibt Muster und Möglichkeiten, dauerhaft überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen. Tatsache ist aber ebenfalls, dass ein Großteil der Bewegungen zufällig ist, so dass es extrem schwierig ist, den “Noise”, wie eine zufällige Bewegung von Tradern genannt wird, zu filtern, um zuverlässige Trades zu finden. Eine zentrale Erkenntnis für alle, die das Binäre Optionen Handeln lernen möchten und zu diesem Zweck auf die Informationen echter Experten vertrauen möchten.

Die technische Analyse schafft Klarheit

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Wer mit Binären Optionen handelt, hat zumeist einen äußerst kurzen Anlagehorizont. Nicht selten halten Trader eine Position nur für ein paar Stunden. Gerade in den letzten zwei, drei Jahren sind so genannte 60-Sekunden-Optionen immer beliebter geworden, bei denen man seine Position innerhalb einer Minute „glattstellt“. Wer solch einen kurzen Anlagehorizont hat, benötigt keine fundamentale Analyse eines Marktes, die möglicherweise zutreffend aussagt, in welche Richtung der Markt sich in den nächsten sechs bis neun Monaten bewegt. Die einzige Möglichkeit, einem solch kurzen Anlagehorizont erfolgreich zu handeln, ist die technische Analyse. Neben exotischen Analyseverfahren wie den Elliott-Waves, den Wulf-Waves oder der Gann-Analyse bieten klassische technische Analyseverfahren die besten Möglichkeiten, die Märkte in Echtzeit handeln zu können.
Unterstützungs- und Widerstandslinien, Momentum-Indikatoren, Trendlinien und gleitende Durchschnitte stellen erste Ansätze dar, den Markt in „realtime“ zu analysieren.

Wichtiger als die eigentliche Methode ist jedoch die Fähigkeit des Traders, Ergebnisse interpretieren zu können. Ob eine Unterstützungslinie bei einem rapide fallenden Markt halten wird oder nicht, ist immer von der individuellen Marktsituation abhängig. Wie nervös war der Markt in den letzten paar Minuten? Wie hat er auf die aktuellsten Wirtschaftsdaten regiert? Wie hoch ist das Handelsvolumen? Welche Nachrichten stehen im Verlauf des Tages an? Und was genau spielt sich auf den anderen Märkten aktuell ab? Je nach Gesamtsituation kann der Trader aufgrund von Erfahrung und Intuition an einem Tag zu dem Ergebnis kommen, dass eine Unterstützungslinie einen guten Kaufpunkt darstellt, während er anderen Tages möglicherweise keinen Kauf tätigt, da das Risiko zu hoch erscheint. Hier können professionelle Tipps und Tricks für Binäre Optionen Handeln und Einschätzungen deutlich vereinfachen, wie die Erfahrungen vieler Anfänger erkennen lassen.

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Wer erfolgreiches Handeln lernen will, muss daher die Märkte beobachten, sich schulen und das Traden üben, bis genügend Wissen und Erfahrung vorhanden sind, um mit Binären Optionen Gewinne realisieren zu können. Damit niemand während dieser Phase echtes Geld verlieren muss, bieten viele Broker Demokontos an, die es dem Neuling ermöglichen, sich an das Geschehen an den Börsen heranzutasten, ohne schmerzliche finanzielle Verluste erleiden zu müssen.

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