OnVista Bank will auf Negativzinsen verzichten

- Christian Habeck - 92 Kommentare

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Aufgrund der  derzeitigen Negativzinsphase sehen sich inzwischen auch Broker dazu gezwungen, Negativzinsen an Trader weiterzugeben. Die OnVista Bank verspricht dennoch, keine Negativzinsen oder Kosten für die Führung von Depots oder Konten zu erheben. Dazu hat OnVista die Kampagne „Negativzinsen? – Nicht mit uns!“ ins Leben gerufen.

Über das kostenlose Festpreis-Depot können Anleger mit nur fünf Euro Orderprovision unabhängig vom Ordervolumen an allen deutschen Handelsplätzen sowie über 21 außerbörsliche Emittenten Wertpapiere handeln. Beim Festpreis-Depot werden auch auf Dividendenzahlungen aus dem Ausland keine Kosten erhoben. Auf die über 9.000 handelbaren Fonds sowie Sparpläne erhebt OnVista keine zusätzlichen Kosten. Darüber hinaus können Limits kostenlos eingerichtet werden und tagesgleiche Teilausführungen an der Frankfurter Börse und der Xetra kostenlos durchgeführt werden. Zum Handeln können Trader die professionelle und komfortable GTS-Basis-Handelssoftware nutzen.

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Negativzinsen auf Konten zahlen

Negativzinsen sind ein noch recht junges Phänomen in der Finanzwelt, obwohl sie erstmals vor über 40 Jahren erhoben wurden. Letztendlich sind Negativzinsen Zinsen, die ein Anleger zahlen muss, damit ein Geldgeber sein Geld annimmt. Bei einigen Banken muss ein Anleger daher Negativzinsen auf sein Bankguthaben zahlen, obwohl er in diesem Fall normalerweise Zinserträge erzielt. Damit sind Negativzinsen ein Zinsaufwand, die in der Regel bei einem sehr niedrigen Zinsniveau fällig werden.

Noch bis in die 1970er Jahre waren Negativzinsen so ungewöhnlich, dass sie noch nicht mal in volkswirtschaftlichen Seminaren ein Thema waren. 1972 wurde allerdings in der Schweiz erstmals ein Negativzins, „Kommission“ genannt, erhoben. Damals wurde eine Kommission von zwei Prozent im Quartal fällig, wenn ein Bankguthaben in der Schweiz aus dem Ausland stammte. Diese Regelung wurde in der Schweiz bis 1979 beibehalten.

Unterschied zwischen Nominalzins, Rendite und Realzins

Wie bei positiven Zinsen muss man auch bei Negativzinsen zwischen dem Nominalzins, der Rendite und dem Realzins unterscheiden. Aus einem Nominalzins wird ein Negativzins, wenn der Zinssatz weniger als 0 Prozent beträgt. Hinsichtlich der Rendite muss auch der Wertpapierkurs beachtet werden. Wenn der Nominalzins zwar im positiven Bereich liegt, aber der Wertpapierzins über pari (Werpapierkus und Nennwert des Wertpapiers sind gleich) liegt, übersteigt die Rendite den Nominalzins. So entsteht eine Negativrendite. Wen die Rendite unterhalb der aktuellen Inflationsrate liegt, entsteht ein negativer Realzins. Hier erhält der Anleger zwar eine positiven Normalzins sowie ein positive Rendite ausbezahlt, die Kaufkraft seines eingesetzten Kapitals sinkt aber.

Negativzinsen – bis vor einigen Jahren noch Kuriosität

Bis vor einigen Jahren waren Negativzinsen noch eine Kuriosität, die noch nicht mal in wissenschaftlichen Überlegungen eine Rolle spielte. Seit einigen Jahren werden Negativzinsen doch zunehmend Realität. Wie anderen Zinsen auch sind Negativzinsen ein Indikator für die Situation einer Volkswirtschaft. Zinsen sollen zudem koordinieren und selektieren. Sie geben an, wie knapp die Ressource Geld ist. Negativzinsen sind daher ein Signal dafür, dass ausreichend – vielleicht sogar zu viel – Geld in einer Volkswirtschaft vorhanden ist. Welche Folgen Negativzinsen haben, wird immer wieder diskutiert. Einige Experten sehen sie beispielsweise lediglich als ein geldpolitisches Instrument der Notenbanken an.

Gefühlter Strafzins

Für Anleger fühlen sich Negativzinsen oft wie Strafzinsen an. Sparer und Anleger erhoffen sich Erträge durch Zinsen. Sind nun aber Negativzinsen gefordert, muss der Anleger oder Sparer den Zins als Zinsaufwand an seine Bank zahlen bzw. er erhält einen geringeren Gewinn. Daher steigen Anleger in einer Niedrigzinsphase oft auf andere Anlageformen wie Immobilen, Rohstoffe oder Gold um. Auch Banken erwirtschaften aufgrund von Negativzinsen niedrigere Gewinne. Sie entscheiden sich in einer derartigen Situation häufig dazu, in risikolose Anlageformen wie Staatsanleihen mit positiven Zinssätzen zu investieren oder geben die negativen Zinsen an ihre Kunden weiter.

Aktuelle Negativzinsphase begann in Dänemark

Die heutige Negativzinsphase begann 2012 in Dänemark, als die Dänische Notenbank den Einlagezins für Kreditinstitute auf-0,2 Prozent senkte. Die Notenbank wollte so die Aufwertung der Krone bremsen und sie für ausländische Anleger weniger attraktiv machen. Die Folge waren zusätzliche Refinanzierungskosten für Kreditnehmer, die dazu führten, dass die Dänen anfingen zu sparen. Investitionen im Land sanken dagegen. Dennoch waren die Reaktionen im Land überwiegend positiv. Für Anleger aus dem Ausland war diese Regelung zudem ein Vorteil, da sie auf Kursgewinne hoffen konnten, sobald der Euro gegenüber der Krone abgewertet wurde.

Negativzinsen seit 2012 in Deutschland

In Deutschland spielte das Thema Negativzinsen erstmals 2012 eine Rolle, als die Bundesrepublik Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von sechs Monaten und einer Rendite von -0,0112 Prozent herausgab. Zwei Jahre später entwickelte sich auch die Rendite für zweijährige Bundesanleihen zum ersten Mal im Negativzinsbereich. Seit Anfang 2015 ist die Rendite auf Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren durchgehend negativ. 2012 kamen auch Anleihen mit Negativzinsen aus den Niederlanden, Frankfurt und vom europäischen Rettungsfonds EFSF auf den Markt.

Keine Negativzinsen bei OnVista

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EZB führte 2014 Negativzinsen ein

Im Juni 2014 war die EZB die erste große Zentralbank, die einen Negativzins einführte. Der Grund waren damals die hohen passiven Einlagefazilitäten. Viele Banken übergaben Gelder für eine Nacht an die EZB. Daher wurde der Zinssatz für Einlagefazilität auf -0,1 Prozent festgelegt. Dies ist der Zinssatz, zu dem Banken aus dem Euroraum für eine Nacht ihr Geld anlegen können. Seit März 2016 liegt dieser Zinssatz sogar bei -0,4 Prozent. 2014 hatte die EZB das Ziel, das „Parken“ von Bankguthaben bei der EZB unattraktiv zu machen und die europäischen Banken dazu zu bewegen, mehr Kredite zu vergeben. In der Folge lag der 3-Monats-Euribor (Referenzzinssatz für Termingelder im Interbankengeschäft) im April 2015 erstmals bei -0,002 Prozent. Der Leitzins der EZB liegt zudem nun schon seit einiger Zeit bei 0,0 Prozent. Zu diesem Zinssatz erhalten Banken Geld von der EZB. Mittlerweile geben immer mehr Banken in Europa die Negativzinsen an ihre Kunden weiter.

Negativzinsen in der Schweiz

Und auch die Schweizer Nationalbank, die „Erfinderin“ des Negativzinses, nutzt seit einigen Jahren wieder negative Zinsen. Im Zuge der Eurokrise wurde der Schweizer Franken stark aufgewertet. Darauf hin führte man eine Wechselkursbindung an den Euro ein. Der Mindestwechselkurs wurde auf 1,20 festgesetzt. Im Dezember 2014 nutzte man dann zum ersten Mal einen Negativzins, um diesen Mindestkurs zu halten. Dennoch hob die Schweizer Nationalbank im Januar 2015 die Wechselkursbindung an den Euro auf. Danach legte man einen Negativzins auf Girokonten oberhalb eines bestimmten Freibetrags auf -0,75 Prozent fest. Dieser Negativzins wird bis heute erhoben.

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Bekannter Broker OnVista

OnVista ist ein erfahrener Broker mit 15 Jahren Expertise in der Finanzwelt. Zunächst startete das Unternehmen unter dem Namen Firmatex. Später erfolgte die Umbenennung in Firmatex by Boursorame. Heute ist der Broker mit Sitz in Frankfurt, der zur französischen Société Générale-Gruppe gehört, ein 100%ige Tochterunternehmen der OnVista AG und bietet ein günstiges und transparentes Angebot mit Wertpapieren, Futures und Optionen an. Dabei können Trader an allen wichtigen Handelsplätzen in den USA und Europa aktiv werden. Optionen können darüber hinaus an der Eurex gehandelt werden. Zudem erfolgt der außerbörsliche Handel über 21 Emittenten. Als Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Einlagen der Trader geschützt.

Orderkosten bei der OnVista

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Verknüpfung mit OnVista.de

OnVista wurde auch durch das Onlineportal OnVista.de bekannt. Die OnVista Bank und das beliebte Finanzportal sind sehr eng miteinander verknüpft. So können Trader direkt aus dem Portal in den Handel einsteigen und profitieren dabei von Transparenz bei ihren Anlageentscheidungen. Der Handel selbst wird dann über die Software GTS realisiert, mit der OnVista schon seit fast 20 Jahren arbeitet. Hier können Trader unter anderem Funktionen zum Realtime-Kontomanagement, der Erstellung einer GuV-Rechnung oder den Kursalarm nutzen.

Ein Depot für alle Produkte

Bei OnVista reicht es völlig aus, ein Depot zu eröffnen, denn darüber können praktischerweise alle Produkte des Brokers genutzt werden. Die Depots von OnVista sind individuell auf alle Kundengruppen ausgerichtet. Wer Fragen rund um sein Depot oder zum Handel hat, kann sich an Werktagen von 8 bis 19 Uhr telefonisch an den Kundendienst wenden. OnVista bietet zudem täglich bis 22 Uhr einen Telefonhandel an.

Fazit

Seit einigen Jahren werden Negativzinsen immer mehr zur Normalität in der Finanzwelt. Der Leitzins der EZB liegt weiterhin bei 0,0 Prozent. Zunehmend geben Banken diese Entwicklungen auch an ihre Kunden weiter. Die OnVista Bank verspricht dennoch im Rahmen ihrer Kampagne „Negativzinsen? – Nicht mit uns!“ keine negativen Zinsen oder zusätzliche Kosten auf die Führung von Depots oder Konten zu erheben.

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