Aktienportfolio von Warren Buffett: in diese Unternehmen investiert der US-Amerikaner

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Ein Blick in die Biografie Warren Buffetts zeigt, dass ihm erfolgreiches Unternehmertum und der Umgang mit Geld praktisch mit in die Wiege gelegt wurde. Als zweiter Sohn Howard Buffetts, der 1931 die Broker-Gesellschaft Buffett-Falk & Company gründete, wurde er am 30. August 1930 in Omaha, Nebraska geboren. Doch dass Warren Buffett mit einem geschätzten Privatvermögen von über 72 Milliarden US-Dollar einmal der drittreichste Mensch der Welt sein würde, hat sich damals wohl noch niemand ausmalen können.

Christian Habeck

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Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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Schon in jungen Jahren ein erfolgreicher Unternehmer

Themenicon kostenDabei entwickelte Warren Buffett bereits in jüngster Kindheit einen einzigartigen Unternehmergeist. Ausreichend bekannt dürfte wohl die Geschichte sein, wie er im Alter von nur 6 Jahren Sixpacks von Coca-Cola für 25 Cent erwarb und die Einzelflaschen anschließend für je 5 Cent das Stück wieder veräußerte. Später sollte er sich dann ein nettes Zubrot durch den Verkauf gebrauchter Golfbälle und erste Aktiengeschäfte verdienen. Buffett gilt seit jeher als großer Verfechter der Lehren Benjamin Grahams und scheut es, bei seinen Investitionen unkalkulierbare Risiken einzugehen.

Das zeigt sich vor allen in der Tatsache, dass laut Buffett selbst eine Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent, eine höhere Rendite mit geliehenem Geld zu erzielen, nicht das 1-Prozent-Risiko des totalen Verlusts rechtfertigt.

Das aktuelle Aktienportfolio von Warren Buffett

Themenicon HandelsplattformAnders, als zu vermuten sein könnte, ist Warren Buffetts Aktienportfolio kein wohl behütetes Staatsgeheimnis.

Jeder, der einen Internetzugang und ein internetfähiges Endgerät besitzt, kann dieses auf warrenbuffettstockportfolio.com nachlesen.

Werfen wir an dieser Stelle einen kurzen Blick auf die zehn größten Beteiligungen aus dem Aktienportfolio von Warren Buffett.

  1. Wells Fargo

Den größten Anteil des Aktienportfolios nehmen die Beteiligungen an der US-amerikanischen Bank Wells Fargo ein. Stand 30. Juni 2015 hat diese Beteiligung einen Wert von ca. 26,4 Milliarden US-Dollar.

  1. Coca-Cola

Bereits etwas abgeschlagen auf Platz 2 liegen die Beteiligungen am Unternehmen Coca-Cola, Buffett hält hier rund 10 Prozent der im Umlauf befindlichen Aktien mit einem Wert von rund 15,7 Milliarden US-Dollar.

  1. IBM

Die International Business Machines Corporation, besser bekannt unter dem Kürzel IBM, ist eines der wenigen Unternehmen aus dem Technik-Sektor, in das Buffett investiert. Seine Beteiligungen haben einen Wert von ungefähr 12,9 Milliarden US-Dollar, was IBM Platz 3 im Ranking beschert.

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Ein Blick in die Top 3 lässt bereits vermuten, nach welchen Kriterien Warren Buffett die Unternehmen aussucht, in die er investiert. Fast ausnahmslos kauft er sich in Unternehmen ein, die seit Jahren am Markt etabliert sind und sowohl unter Anlegern als auch bei der eigenen Kundschaft einen hervorragenden Ruf genießen.

Start-Ups und Unternehmen, zu denen Buffett kein Vertrauen hegt, werden von ihm ebenso ignoriert wie Unternehmen aus Branchen, die er nicht versteht. Die Beteiligungen an Wells Fargo (24,6 Prozent), Coca-Cola (14,6 Prozent) und IBM (12,1 Prozent) machen über die Hälfte der Aktien in Buffetts Portfolio aus, seine Präferenzen sind hier also ganz deutlich abzuleiten.
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  1. American Express

Nur kurz hinter IBM rangiert eines der größten Kreditkartenunternehmen: American Express. Buffetts Anteile besitzen einen Wert von ca. 11,8 Milliarden US-Dollar. Buffett hält ebenfalls Aktien der Mitbewerber Mastercard (Wert: 488 Millionen US-Dollar) und VISA (Wert: 663 Millionen US-Dollar). Ganz deutlich erkennen Sie hier Buffetts Interesse an der Finanzbranche.

  1. Walmart

Walmart ist dank des vielfältigen Sortiments und der erschwinglichen Preise besonders beliebt bei den US-Bürgern. Auch Buffett findet Gefallen am Geschäftsmodell und besitzt Anteile im Wert von rund 4,2 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert

  1. Procter & Gamble

Zu Procter & Gamble, kurz P&G, gehören unter anderem Marken aus dem Hygiene- und Beautybereich, wie etwa Ariel, Pampers, head & shoulders, Pantene oder Gillette. Wert der Beteiligung: rund 4,1 Milliarden US-Dollar.

Bemerkenswert: P&G kämpft seit einiger Zeit mit schwächelnden Umsätzen, die Erlöse gingen im Zeitraum Anfang April bis Ende Juni 2015 um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Für viele Aktionäre wäre das ein Grund, die Beteiligungen schnellstmöglich loszuwerden.

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Doch Warren Buffett bleibt seiner Linie und dem Unternehmen auch in solch einem Fall grundsätzlich treu und bewahrt Ruhe. Die Kontinuität seiner Beteiligungen gilt gemeinhin als das Erfolgsrezept Warren Buffetts.

  1. S. Bancorp

Mit U.S. Bancorp folgt auf Platz 7 eine weitere Beteiligung an einem Unternehmen aus dem Finanzsektor. Am Finanzunternehmen hält Buffett Aktien im Wert von knapp 3,7 Milliarden US-Dollar, was rund 3,5 Prozent an seinem Gesamtportfolio ausmacht.

  1. DaVita Healthcare Partners

Auch im Gesundheitssektor hält Warren Buffett Aktienanteile. Konkret gesagt: an DaVita Healthcare Partners mit Hauptsitz in Denver, Colorado.  Mit einem Wert von 3,0 Milliarden US-Dollar belegt der Spezialist für Medikamente zur Behandlung von Lebererkrankungen den achten Platz im Ranking.

  1. DirecTV

Buffett hält ebenfalls Beteiligungen am weltweit größten Anbieter für Pay-TV. Die Aktien des Unternehmens entsprechen einem Gesamtwert von etwa 2,9 Milliarden US-Dollar. Medienkonzerne erwecken regelmäßig das Interesse des Großinvestors, unter anderem nennt er auch Anteile im Wert von 228 Millionen US-Dollar am größten europäischen Kabelnetzbetreiber Liberty Global sein Eigen.

  1. Moody’s

Die Ratingagentur Moody’s bildet den Schlusspunkt unserer Top 10 der Beteiligungen Warren Buffetts. Der Großinvestor hält Aktien im Wert von ca. 2,6 Milliarden US-Dollar.

Auch auf den hinteren Plätzen der Top 10 finden Sie durchaus prominente Namen, mit U.S. Bancorp und Moody’s wieder einmal zwei Unternehmen aus dem Finanzsektor.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, investiert der Börsen-Guru bevorzugt in diese Branche. So stammen etwa 46 Prozent der Aktien im Portfolio von Warren Buffett von Unternehmen aus dem Finanzsektor.

Weiterhin tätigt Buffett mit Vorliebe Investitionen in Unternehmen aus diesen Branchen (in Klammern der prozentuale Anteil der Aktien am Gesamtportfolio):

  • Konsum-/Verbrauchsgüter (20 Prozent)
  • Technologie (15 Prozent)
  • Dienstleistungen (6 Prozent)
  • Industriegüter (4 Prozent)
  • Gesundheit (3 Prozent)
  • Grundstoffindustrie (1 Prozent)
  • Sonstige (4 Prozent)

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Was Sie als Anleger lernen können

Themenicon StrategieWie anfangs bereits erwähnt ist Warren Buffett ein Schüler Benjamin Grahams. Kritiken, er sei von dessen Lehren mit der Zeit immer weiter abgerückt, sind insofern unberechtigt, als dass er viele Ansätze Grahams mit der Zeit weiterentwickelt hat und so seit Jahrzehnten erfolgreich investiert. Insbesondere bei der Bewertung des inneren Wertes eines Unternehmens legt Buffett einen deutlich höheren Wert auf subjektive Kriterien. Hilfreich war hier die Fundamentalanalyse.

Seine Anlagegrundsätze können von Investoren sowohl bei kleineren als auch bei größeren Beteiligungen übernommen werden. Buffett gibt als wichtigste Grundsätze diese vier Punkte vor:

  1. Verstehen Sie das Geschäft.

Zeitlebens hat Buffett nicht in Unternehmen investiert, von dessen Geschäftsfeld er nichts verstand. Bei der Betrachtung des obigen Rankings fällt daher auch sofort auf, dass mit IBM nur ein Unternehmen aus dem Techniksektor vertreten ist. Buffett ging Mitte der Neunziger sogar soweit, ein Angebot einer Beteiligung am Software-Giganten Microsoft auszuschlagen – einfach, weil er von der Materie nichts verstand.

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  1. Gute, langfristige Aussichten des Unternehmens.

Buffett ist niemand, der Beteiligungen an einem Tag kauft, auf Kurssteigerungen hofft und die Aktien dann wenig später mit Gewinn wieder abtritt. Seine Beteiligungen sind in der Regel „ein Leben lang“, weswegen er bei der Auswahl der Unternehmen ein hohes Augenmerk auf das Unternehmenskonzept legt. Unternehmen, die auf sicheren Beinen stehen und zukunftsorientiert wirtschaften, fallen daher immer wieder in das Raster Buffetts.

  1. Kompetente Führung.

Warren Buffett achtet bei der Auswahl der Unternehmen, in die er investiert, auch in besonderem Maße auf die Personen in führenden Positionen. Da er sich selbst meist kaum bis gar nicht in das Tagesgeschäft einmischt und den Führungskräften weitestgehend freie Entscheidungsgewalt lässt. Dies setzt allerdings in besonderem Maße voraus, das Buffett diesen Menschen vertrauen kann.

  1. Attraktive Bewertung.

Unternehmen mit guten Bewertungen passen selbstverständlich  besser in das Beuteschema Buffetts, als Unternehmen mit einer schlechten Bewertung. Wer hier keine Risiken mit schlecht bewerteten Unternehmen eingeht, kann garantiert auch die ein oder andere erfolgreiche Investition am Finanzmarkt tätigen.

Fazit: Buffet ist wohl einmalig

Themenicon TippsAbschließend bleibt festzuhalten, dass eine Bilderbuchkarriere wie die Warren Buffetts wohl nicht mehr so schnell nachholbar sein dürfte. Vielen Anlegern fehlt es heutzutage an der nötigen Geduld, bei den meisten Investitionen stehen vielmehr kurzfristige Erfolge im Vordergrund.

Dennoch können auch deutsche Anleger viel von Warren Buffett lernen und so in naher Zukunft vielleicht den einen oder anderen Erfolg am Aktienmarkt aufweisen.

Setzen Sie sich zuvor aber unbedingt ausreichend mit den Unternehmenszahlen auseinander, um die für Sie richtige Anlageoption zu finden. Warren Buffett wird von Zeitgenossen oftmals als Raubtier beschrieben, das lange auf der Lauer liegt, bevor es schlussendlich zuschlägt.

Diese Ausdauer hat ihn zu einem überaus erfolgreichen Anleger und einem der reichsten Menschen der Welt werden lassen.

Gerade im Finanzbereich (z.B. Deutsche Bank, Commerzbank, Allianz, München Re) oder in der Automobilindustrie (z.B. Daimler, Continental, Volkswagen) finden Sie zahlreiche große deutsche Unternehmen, die zum Teil seit Jahrzehnten zu den Weltmarktführern in ihrer Branche gehören und sicher einen näheren Blick wert sind.

Die größten Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind beispielsweise im Deutschen Aktienindex (DAX) gelistet, zahlreiche weitere Unternehmen finden Sie in den ergänzenden DAX-Indizes.
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