Aktiendepot eröffnen – so geht es!


Anleger, welche an der Börse handeln möchten, benötigen ein Aktiendepot. Die Verwahrung und Verwaltung von Aktien wird heute nur noch von Banken vorgenommen, die Auslieferung effektiver Stücke gehört der Vergangenheit an.

Idealerweise hat der Aktien Broker Vergleich aufgezeigt, welcher Aktien Broker am ehesten den persönlichen Anforderungen entspricht. Die Vorgehensweise ist einfach und selbsterklärend. Um ein Depot eröffnen zu können, muss lediglich der Button neben dem favorisierten Aktien Broker angeklickt werden, Interessenten gelangen direkt auf die Seite des Anbieters.

Um das Aktiendepot eröffnen zu können, ist zunächst der Eröffnungsprozess online zu durchlaufen. Die abgefragten Daten sind von den einzelnen Anbietern nicht willkürlich und nach Gutdünken gewählt, sondern müssen die gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen einer Kontoeröffnung, gleich, ob Sparbuch oder Wertpapierdepot, erfüllen.

Aktiendepot eröffnen im Überblick

  • Eröffnungsprozess an sich in 3 Schritten abgeschlossen
  • Nachweis der eigenen Identität muss erbracht werden
  • Wertpapierkenntnisse von Kunden muss vom Broker überprüft werden
  • Gesetzliche Vorschriften zur Eröffnung müssen vom Anbieter eingehalten werden
  • Wahl des richtigen Brokers entscheidend für späteren Erfolg beim Trading

Das Aktiendepot in 3 Schritten eröffnen

Themenicon StrategieSo groß die Unterschiede bei Brokern in Bezug auf Produktangebot, Handelssoftware oder Servicequalität auch sein mögen, die Eröffnung eines günstigen Aktiendepots verläuft immer nach demselben Muster. Folgende drei Schritte müssen dabei ausgeführt werden:

 

  1. Antrag ausfüllen
    Jeder Broker stellt Kunden ein Online-Formular zur Verfügung, mit dessen Hilfe das Konto eröffnet werden kann. Anleger müssen meist nur grundlegende Angaben zu ihrer Person machen und bestätigen, dass sie mit den Chancen und Risiken des Aktienhandels vertraut sind. Zusätzlich kann ein Freistellungsauftrag beigefügt werden. Dieser dient steuerlichen Zwecken, da ein bestimmter Teil an Kapitaleinkünften von der Kapitalertragssteuer befreit werden kann.
  2. Identität nachweisen
    Broker müssen sicherstellen, dass die Daten im Online-Formular auch wirklich mit dem Antragssteller übereinstimmen. Grundsätzlich können dazu zwei Verfahren genutzt werden: Der Broker kann die Identität beispielsweise per WebIdent-Verfahren prüfen. Der Antragssteller benötigt dazu lediglich eine Webcam und telefoniert dann mit einem Mitarbeiter des Brokers. Der Kunde hält dann seinen Personalausweis in die Kamera und bestätigt so, dass er auch wirklich der Antragssteller ist. Alternativ dazu kann die Identität per PostIdent-Verfahren bestätigt werden. Hierbei überprüft ein Postangestellter in einer Filiale, ob alle Daten im Antrag korrekt sind. Danach wird der unterschriebene Antrag vom Postmitarbeiter versiegelt und abgeschickt, so dass keine nachträgliche Änderung mehr vorgenommen werden kann.
  3. Bestätigung
    Nach Bestätigung der Identität überprüft der Broker den Antrag meist nochmals. Danach werden dem Kunden dann per Mail oder per Post die Zugangsdaten zum Depot übermittelt. (Lesen Sie auch: Depot anlegenNach erfolgreichem Login steht der Service in vollem Umfang zur Verfügung.

Die reine Eröffnung des Aktiendepots ist unkompliziert und vor allem einheitlich. Alle Broker verwenden bis auf kleinere Abwandlungen dasselbe System.

Aktiendepot eröffnen: Auf diese Punkte kommt es beim Broker an

Themenicon SteuernAuf dem Markt gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Brokern. Jedes Unternehmen bietet dabei individuelle Vor- und Nachteile an, die auch vom Anlageverhalten des jeweiligen Traders abhängig sind. Folgende Checkliste hilft dabei, den richtigen Broker für die Eröffnung des Aktiendepots zu finden:

 

  • Kosten:
    Kaum etwas ist so wichtig, wie die Aktiendepot Kosten beim Broker. Diese sollten zunächst einmal transparent auf der Website des Unternehmens aufgelistet werden
    . Je nach Broker kann es unterschiedliche Kostenmodelle geben. Trader, die besonders viele Positionen eröffnen, sollten vor allem auf die Kosten pro Trade achten. Für Kleinanleger, die pro Jahr nur ein oder zwei Anlageentscheidungen treffen, sind hingegen die Depotführungsgebühren deutlich relevanter. Die Kosten für unterschiedliche Depots können mit einem kostenlosen und anonymen Online-Rechner miteinander verglichen werden.
  • Produktangebot:
    Es gilt zu beachten, dass hier ausdrücklich das Produktangebot und nicht die Produktvielfalt gemeint ist. Anleger sollten immer darauf achten, dass Broker diejenigen Finanzprodukte und Derivate anbieten, die auch wirklich gehandelt werden sollen. Ein umfangreiches Angebot an Rohstoffen, Zertifikaten und Anleihen nützt wenig, wenn primär Aktien oder ETF-Indexfonds getradet werden.

  • Regulierung und Firmensitz:
    Eng mit diesen beiden Begriffen verbunden ist die Einlagensicherung. Diese unterliegt grundsätzlich nur geringen gesetzlichen Regelungen, so dass Broker mehr oder weniger selbst für die Sicherung der Kundengelder verantwortlich sind. Je nach Herkunftsland des Unternehmens kann es sogar vorkommen, dass Kundengelder im Insolvenzfall des Brokers komplett verloren sind. Zusätzlich entscheidet das Herkunftsland auch darüber, wie streng ein Unternehmen von Regulierungsbehörden überwacht wird. Grundsätzlich sind Unternehmen mit Sitz in Großbritannien, der Euro-Zone, den USA oder vergleichbaren Nationen als seriös einzustufen.
  • Servicequalität:
    Für einige Anleger ist es wichtig, ihren Broker jederzeit erreichen zu können. Andere verlangen nach einem umfangreichen Schulungsangebot. Je nachdem welche Serviceleistungen erwünscht sind, sollte überprüft werden, ob der Broker diese anbietet. Zudem sollte auch die Qualität, also etwa das Fachwissen von Mitarbeitern, einem Test unterzogen werden. Dazu können Mails an den Support geschrieben und Rezensionen auf Vergleichsportalen eigesehen werden.

Zu den obigen Punkten können weitere Aspekte wie die angebotene Handelssoftware oder Startprämien in die Bewertung eines Brokers miteinfließen. Wie stark die jeweilige Gewichtung bestimmter Punkte ausfällt, hängt immer von persönlichen Präferenzen ab. Grundsätzlich gilt aber, dass die Kosten der wichtigste Faktor bei der Wahl des Brokers sein sollten.

 Legitimationsprozess ist zwingend erforderlich

Themenicon RegulierungGrundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um die Identität nachzuweisen. Herkömmlicherweise wird das sogenannte PostIdent-Verfahren verwendet. Moderne Broker verwenden allerdings das Video- oder WebIdent-Verfahren. Hierbei erfolgt die komplette Kontoeröffnung online.

 

  • Die Überprüfung der Identität wird von einem Postmitarbeiter am Schalter durchgeführt. Dieser gleicht die Daten. Darüber hinaus müssen bei der Bank die Unterschriften im Original vorliegen, gleich, welches Aktiendepot eröffnet werden soll. Es ist daher zwingend notwendig, bei der Rücksendung der Kontoeröffnungsunterlagen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit Wohnsitzbestätigung vorzulegen. Ein Führerschein ist nicht ausreichend, um ein Depot eröffnen zu können.
  • Beim WebIdent-Verfahren telefoniert der Antragssteller per Videochat mit einem Mitarbeiter des Brokers. Der Kunde hält dann seinen Personalausweis in die Kamera und bestätigt so seine Identität. Für Anleger ist das Verfahren deutlich angenehmer und weniger zeitintensiv.

Egal welches Verfahren zur Überprüfung angewendet wird, die Identität muss zwingend abgeglichen werden. Der Broker ist hierzu gesetzlich verpflichtet. Führt er keine entsprechende Überprüfung durch, sollte Abstand vom jeweiligen Unternehmen genommen werden.

Wertpapierkenntnisse des Kunden müssen zwingend hinterfragt werden

Themenicon KontaktDas Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) schreibt Banken zwingend vor, Kunden, welche ein Aktiendepot eröffnen, auf ihre Kenntnisse im Wertpapierhandel abzufragen und auch eine Auskunft über die Vermögensverhältnisse der Neukunden einzuholen.

Hintergrund ist, dass Wertpapiere und Kapitalanlagen in Deutschland in fünf verschiedene Risikoklassen eingestuft werden. Risikoklasse eins bezieht Spareinlagen mit ein, Klasse zwei Bundeswertpapiere und Klasse fünf hochriskante Anlagen wie ausländische Pennystocks oder Optionsscheine. Während bei Filialbanken mit dieser Klassifizierung eine Fehlberatung der Kunden durch den Mitarbeiter vermieden werden soll, sind die Broker dazu angehalten, Kunden, welche ein Aktiendepot eröffnen und nicht ausreichend Erfahrung haben, faktisch vor sich selbst zu schützen.

Dazu gehört auch die Abfrage des persönlichen Vermögens, um eine mögliche Überschuldung durch Wertpapierkäufe zu verhindern. Diese Abfragen der Banken haben daher weniger mit Neugier oder Sammlung von Informationen über ihre Kunden zu tun. Seriöse Broker sehen nicht nur die Courtagen, die sie verdienen können, sondern auch den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Anleger als Schwerpunkt des Wertpapierhandels. Anleger sollten deshalb zwingend Regeln oder erfolgreiche Börsenstrategien  befolgen

Aktiendepot eröffnen – in 4 Schritten zum erfolgreichen Handel

Themenicon EinzahlungWer mit Aktien Geld verdienen möchte, muss dazu in der Theorie nur ein Aktiendepot einrichten und die richtigen Wertpapiere kaufen.

In der Praxis ist die Anlageentscheidung natürlich deutlich komplizierter und vielschichtiger. Dennoch können sich gerade Anfänger an folgende vier Schritte halten, um langfristig erfolgreich Handel zu betreiben.

 

  1. Die Wahl des Brokers
    Bevor das Aktiendepot eröffnet wird, muss dazu ein geeigneter Broker gewählt werden. Hier kommt es vor allem auf das persönliche Anleger-Profil an. Je nachdem wie viele Trades pro Jahr und in welcher Höhe durchgeführt werden, gibt es unterschiedlich gute oder schlechte Broker bezüglich der Kosten. Einige Unternehmen richten ihre Angebote etwa speziell auf Profi-Trader aus und verteilen kräftige Rabatte, wenn viel gehandelt wird. Andere Broker spezialisieren sich hingegen eher auf Kleinanleger. In jedem Fall sollte ein umfangreicher Vergleich durchgeführt werden, auf dessen Grundlage dann ein geeigneter Broker ausgewählt wird.
  2. Aktiendepot eröffnen
    Im zweiten Schritt wird dann die eigentliche Eröffnung des Kontos vollzogen. Bei allen Brokern wird dazu ein Online-Formular ausgefüllt, das per Post oder online an das Unternehmen verschickt wird. Anschließend muss der Broker die Identität und die Erfahrung des Antragstellers im Umgang mit Aktien prüfen. Danach ist das Aktiendepot aktiviert und kann genutzt werden.
  3. Der erste Trade
    Erst im dritten Schritt wird wirklich eine Anlageentscheidung getroffen. Für den ersten Trade sollten sich gerade Kleinanleger viel Zeit lassen. Es gilt, möglichst viele Informationen über das Finanzprodukt einzusammeln, bevor dieses letztlich erworben wird. Auch auf die Kosten und das Mindestanlagevolumen muss geachtet werden. Anfängern wird empfohlen, Beratungs- und Schulungsangebote von Brokern zu nutzen, um das persönliche Aktiendepot aufzubauen.
  4. Regelmäßige Überprüfung der Strategie
    Im Laufe der Zeit entwickeln alle Anleger automatisch eine bestimmte Trading-Strategie. Auch die Zusammensetzung des Portfolios wird sich aufgrund der persönlichen Risikoaversion festigen. Wichtig ist dabei immer, dass das eigene Handeln in regelmäßigen Abständen überprüft wird. Dazu eignen sich vor allem Auswertungen von handfesten Daten. Zusätzlich kann auch in diesem Fall wieder ein externes Beratungsangebot helfen. Viele Broker bieten ihren Kunden an, die Zusammensetzung und Entwicklung des Depots zu prüfen. Dafür wird oftmals ein kleines Entgelt fällig, dass allerdings gut investiert ist. Mitarbeiter des Brokers verfügen über viel Fachwissen und analysieren das Handeln des Traders mit dem nötigen sachlichen Abstand.

Diese allgemeinen Grundsätze sollten unbedingt beachtet werden, wenn ein Aktiendepot eröffnet wird. So banal die Aspekte klingen mögen, so kompliziert kann auch deren Umsetzung sein. Trader sollten sich deshalb vor Beginn des Handels eine solide Basis an Fachwissen anlesen.

Fazit: Aktiendepot eröffnen – in der Theorie leicht, in der Praxis nicht unkompliziert

Themenicon TippsDie bloße Eröffnung eines Aktiendepots ist unkompliziert. Nachdem ein standardisiertes Online-Formular ausgefüllt wurde, muss dieses abgeschickt werden. Die eigene Identität wird dann per Web- oder PostIdent-Verfahren überprüft. Anschließend kann das Depot voll umfänglich genutzt werden. Die Wahl des richtigen Anbieters ist hingegen weniger trivial. Anleger sollten einen umfangreichen Vergleich durchführen, um einen geeigneten Broker zu finden.

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